Infrastruktur

Sielweg zwischen Emden und Hinte soll endlich saniert werden

Claus Arne Hock
|
Von Claus Arne Hock
| 19.08.2021 15:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kommt es endlich zur Sanierung der Straßen Harsweger Ziegelei/Großer Sielweg? Die Gemeinde Hinte hofft auf ein großes Förderprogramm. Die Initiative ging von der CDU aus. Foto: Wagenaar/Archiv
Kommt es endlich zur Sanierung der Straßen Harsweger Ziegelei/Großer Sielweg? Die Gemeinde Hinte hofft auf ein großes Förderprogramm. Die Initiative ging von der CDU aus. Foto: Wagenaar/Archiv
Artikel teilen:

Mit etwas Glück wird der Sielweg zwischen Hinte und Emden bis 2023 saniert, Die Gemeinde hofft auf ein großes Förderpogramm.

Was und warum

Darum geht es: Die SPD Hinte will Fördertöpfe für die Sanierung des Sielweges suchen. Die CDU ist da schon deutlich weiter.

Vor allem interessant für: diejenigen, die den Weg zwischen Emden und Hinte regelmäßig benutzen und um den miserablen Zustand wissen.

Deshalb berichten wir: Die SPD hatte eine Pressemitteilung veröffentlicht. Nachfragen ergaben: Da passiert schon was.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Hinte/Emden - Für viele Radfahrer, aber auch Fußgänger ist er der Hauptverbindungsweg zwischen Emden und Hinte: der Sielweg beziehungsweise genauer der Bereich Harsweger Ziegelei – Großer Sielweg. Doch die Bezeichnung „Weg“ verdient die Strecke aufgrund des außerordentlich schlechten Zustandes kaum noch. Seit langem wird über eine Sanierung diskutiert, doch getan hat sich bisher sehr wenig. Die SPD Hinte will nun zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff nach Fördertöpfen für eine umfangreiche Sanierung suchen – und ist damit offenbar etwas spät dran.

Wie eine Recherche unserer Zeitung zeigt, gibt es nämlich an sich genau die gleichen Bestrebungen schon seit Mai dieses Jahres auf Bestreben der Hinteraner CDU. Auch Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) bestätigt, dass es bereits Gespräche unter Beteiligung von CDU Hinte, CDU-Landtagsabgeordneten und der Gemeinde gegeben habe. Und das hat offenbar gefruchtet.

Bausumme von mehr als einer Million Euro

Die Gemeinde arbeite gerade „mit Hochdruck“ daran noch vor der Mitte September endenden Abgabefrist einen umfangreichen Förderantrag auf den Weg zu bringen. Das dazugehörige Konzept solle möglichst bald von der Politik per Eilentscheidung im Verwaltungsausschuss verabschiedet werden. Über den Umfang der möglichen Förderung sagte Redenius noch nichts, nur so viel: Herauskommen könnte ein finanziell stemmbares Sanierungsprojekt für den kompletten Sielweg. Die CDU Hinte ist da weniger zimperlich, wie eine nach dem Gespräch mit unserer Redaktion kurzfristig veröffentlichte Pressemitteilung zeigt: Die vorläufige Bausumme betrage 1,3 Millionen Euro. Durch das mit Bundesmittel geförderte Förderprogramm „Land und Leute“ gebe es eine Förderquote von 90 Prozent inklusive Projektplanung für finanzschwache Kommunen.

„Da die Stadt Emden schon vor längerer Zeit eine Maßnahme für den Sielweg entwickelt hat, steht einer interkommunalen Zusammenarbeit nichts im Wege“, heißt es seitens der CDU weiter. Auch Redenius bestätigt, dass es ein interkommunales Projekt werden solle. Das Ziel: ein Rad- und Fußweg mit Beleuchtung, so Redenius. Die CDU spricht von einer Fahrradstraße mit Beleuchtung.

CDU zeigt sich irritiert

Von dem Vorstoß der SPD, die eine Unterstützung durch den Bundestagsabgeordneten Saathoff in Aussicht stellt, zeigt sich die Christdemokratin irritiert. Es sei eigentlich bekannt, dass die Suche nach Fördertöpfen schon laufen. Wie sowohl CDU als auch Redenius bestätigen, könnte der Bau schon 2023 vollendet werden, das gebe das angepeilte Förderprogramm vor. „Wenn wir die Förderung bekommen, hoffen wir, die Ausschreibung Ende des ersten Quartals kommenden Jahres zu veröffentlichen“, so Redenius.

Uwe Redenius ist zuversichtlich, dass der Förderantrag gute Chancen auf Erfolg hat. Die entsprechende Fachabteilung stecke viel Energie in Konzept und Antrag. Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, den Sielweg zu guten Teilen mit eigenen Kräften des Bauhofs auf Vordermann zu bringen. Das habe sich laut Redenius aber als zu großes Projekt herausgestellt. Auf der Prioritätenliste der Gemeinde für sanierungsbedürftige Straßen stehe der Sielweg „ganz oben“.

Ähnliche Artikel