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Politik möchte Entscheidung zum Gedächtniswald
Drei Betreiber wollen in Aurich einen Gedächtniswald anbieten. Die Politiker müssen in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen. Das wollen sie nicht dem neuen Rat überlassen.
Was und warum
Darum geht es: Die Stadt muss sich für den Betreiber eines Gedächtniswaldes entscheiden.
Vor allem interessant für: Menschen, die nach alternativen Bestattungsformen suchen.
Deshalb berichten wir: Weil am Rande eines Ausschusses darüber diskutiert wurde, ob man die Entscheidung noch in dieser Wahlperiode fällen kann. Die Autorin erreichen Sie unter: g.boschbach@zgo.de
Für mindestens ein Vorhaben müssen nämlich Bäume gefällt werden. So will die in Hessen ansässige Firma Friedwald eine Bestattung unter Bäumen im Sandhorster Wald anbieten. Dafür müssten rund 2000 Festmeter Eichen und Buchen gefällt werden. Ein Betreiber, der in Logabirum einen Gedächtniswald betreibt, möchte auch in Aurich tätig werden, und zwar im Eschener Gehölz. Dieser Ort war von einigen Politikern kritisch gesehen worden, weil er stark von Fußgängern und Radfahrern frequentiert wird. Die Frage stand im Raum, ob sich die unterschiedlichen Interessen miteinander vertragen.
Der dritte Bewerber ist der Betreiber eines Krematoriums in Aurich. Der Unternehmer will im Popenser Wald einen Gedächtniswald anlegen. In einer der letzten Sitzungen des Ortsrates hieß es, dass der Interessent das Grundstück dafür bereits erworben habe. Laut Bürgermeister Horst Feddermann müssen jetzt zunächst die betroffenen Ortsräte sich über das Thema austauschen und eine Empfehlung aussprechen. Wenn die Debatten zügig vorankämen, stünden die Chancen gut, dass der Rat in seiner Sitzung am Dienstag, 14. September, eine Entscheidung fällen könne.