Fernseh-Triell
Mehr Feuer im Rennen der Kandidaten
Hochspannung im Bundestagswahlkampf: Der Ausgang der Wahl ist völlig offen. Umso stärker kommt es jetzt auf den direkten Schlagabtausch der Spitzenkandidaten an. Wer hat im ersten Triell gepunktet?
Endlich kommt etwas mehr Feuer in den Wahlkampf. Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz haben sich im ersten TV-Triell den erwarteten Schlagabtausch geliefert, nicht allzu hart, aber immerhin. Vor allem Laschet und Baerbock, deren Parteien in den Umfragen zurückgefallen sind, gaben sich angriffslustig. Für Scholz, bisher lachender Dritter, der vor allem von den Fehlern der anderen Kanzlerkandidaten profitierte, wird es damit deutlich ungemütlicher. Und für den Wähler interessanter.
Mitentscheidend wird auch sein, welche Teams die Spitzenkandidaten präsentieren. Denn natürlich wäre es unangemessen, die Wahlentscheidung an drei Personen festzumachen. Die Wähler brauchen ein klares Angebot: inhaltlich und personell. Die Grünen mit ihrer Doppelspitze sind da klar im Vorteil. Auf Wahlplakaten sieht man Baerbock neben dem überaus populären Robert Habeck. Aber wo ist eigentlich Friedrich Merz? Und was ist mit Hubertus Heil, Kevin Kühnert und anderen Hoffnungsträgern der SPD?
In jedem Fall muss klar sein: Mit einem „Weiter so“ ist es nicht getan. Corona, der Klimawandel und außenpolitische Herausforderungen wie das Afghanistan-Debakel erfordern Politikerinnen und Politiker mit Weitblick, Strategie und Überzeugungskraft. Daran müssen sich Baerbock, Laschet und Scholz messen lassen.
Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de