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Hundefreilauffläche im Leeraner Julianenpark eröffnet
Leinen los, heißt es im Julianenpark in Leer: Die erste eingezäunte Hundefreilauffläche der Stadt ist am Montag eröffnet worden. Eine Hundetrainerin gibt Tipps für den Besuch.
Leer - Das Gebell ist am Montagnachmittag im Julianenpark groß. Grund: Die neue Hundefreilauffläche ist offiziell eröffnet worden. Am Nachmittag tummelten sich zahlreiche Hunde und ihre Besitzer dort. Eingeteilt ist sie in einen Bereich für große und einen für kleine Hunde. Eine Schleuse soll verhindern, dass die Tiere abhauen können und Hundekot-Tütenspender sollen für eine saubere Wiese sorgen.
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Bei den Hundebesitzern kommt die neue Möglichkeit zum Spielen gut an. „Ich bin extra aus Bunde hergefahren“, sagt Kai Hilbrand. Sein Hund Bruno sei noch jung und habe nun die Möglichkeit frei zu spielen. „Das gibt es sonst ja kaum in der Gegend“, sagt er. Hayo Hayunga sieht es ähnlich: Sein Hund Chico, fünf Monate alt, hechelt fröhlich, als die beiden von der Wiese kommen. „Es ist wirklich gelungen. Auch die Sitzplätze sind schön geworden“, sagt er. Auf den Bänken und Holzstämmen auf der Wiese können Herrchen und Frauchen Platz nehmen.
Kritik an offenen Zäunen
Viel los ist auf der Wiese für kleine Hunde. Dort herrscht Begeisterung. Allerdings gibt es auch Kritik. „Kleine Hunde können unter dem Zaun hindurch kriechen“, hat Doris Harders bemerkt. Ihre Hunde Benny und Mieke könnten in der Tat unter dem Zaun zwischen kleiner und großer Hundewiese hindurch verschwinden. Ein weiterer Mangel: „Eine Schleuse gibt nur auf der Wiese für große Hunde“, meint Meta Lüürssen. Auf die kleine Hundewiese kommt man durch eine klassische Gartenzauntür. Den größten Kritikpunkt nennt Marie Schroeter: „Zwischen der großen und kleinen Hundewiese ist noch ein Loch im Zaun. Das muss unbedingt noch geschlossen werden. Sonst bringt die Trennung nichts“, sagt sie.
Die Leeraner Hundetrainerin Frauke Prüß begrüßt die Einrichtung einer Hundefreilauffläche. Allerdings müssten Hundebesitzer bei der Nutzung so einer Fläche gut auf ihren Hund achten und die Körpersprache ihres Hundes gut lesen können. „Hundebesitzer sollten ehrlich zu sich sein: Nicht jeder Hund ist sozial verträglich mit anderen“, sagt Prüß. Daher sei auch nicht jeder Hund für eine Freilauffläche gemacht. Sie hat fünf Tipps für einen stressfreien Besuch.
Tipps für Hundebesitzer
1. Geschirr entfernen: Die Hundetrainerin empfiehlt, das Geschirr des Hundes beim Spiel mit anderen vorher abzumachen. „Die Gefahr, dass sich der Hund beim Spiel verletzt, ist geringer“, sagt Prüß. Allerdings: Wenn die Hunde einen Streit beginnen, kann man sie nicht am Geschirr auseinanderziehen. „Dann muss man ins Fell greifen.“
2. Überforderung sehen: „Spielen strengt Hunde an - körperlich und geistig“, sagt die Hundetrainerin. „Die Hunde müssen im Spiel die ganze Zeit den anderen im Blick behalten und ihn einschätzen. Das kann schnell zu Überforderung führen“, sagt Prüß. Daher sollten Besitzer darauf achten, dass ihr Hund es nicht übertreibt.
3. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer: Wenn Hunde spielen, sollte es ausgewogen sein. Hundebesitzer sollten darauf achten, dass mal der eine Hund und mal der andere unten liegt. Das Spiel sollte fair und freundlich sein. Ansonsten muss man das Gerangel abbrechen. Daher auch Hunde immer im Auge behalten.
4. Nur gesunde Hunde dürfen spielen: Wenn ein Hund krank ist, zum Beispiel Zwingerhusten hat, gehört er nicht auf eine Spielwiese. „Der Hund kann im Spiel andere Hunde anstecken“, sagt Prüß. Die Übertragung ist auch über Speichel, Kot und Urin möglich.
5. Auf den Ernstfall gefasst sein: Wenn sich Hunde beißen, ist das für Besitzer eine schlimme Situation. „Die Versicherung empfiehlt aber, nicht dazwischen zu gehen. Wenn man dazwischen geht, kann eine Mitschuld gegeben werden“, sagt Prüß. Wenn ein Hund zubeißt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. „Die Hundezähne sind sehr schmutzig.“