Justiz
Prozess um tödlichen Bootsunfall: Zweiter Gutachter soll Klarheit bringen
In Barßel starben 2016 zwei Menschen bei einem Bootsunglück. Ein heute 30-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten. An diesem Montag wird ein zweiter Gutachter seine Ergebnisse präsentieren.
Emden - In Emden wird an diesem Montag der Prozess gegen einen 30-jährigen Mann fortgesetzt. Ihm wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. 2016 waren zwei Boote auf dem Barßeler Tief kollidiert. Zwei junge Menschen starben noch an der Unfallstelle. Der Angeklagte steuerte eines der beiden Boote und war zum Zeitpunkt des Unfalls betrunken.
Nachdem die überlebenden Bootsinsassen bislang nur vage oder widersprüchliche Angaben zum Ablauf des Unglücks gemacht haben, kommt zwei Gutachtern eine besondere Rolle in dem Verfahren zu. Sie sollen klären, wie schnell die beiden Boote unterwegs waren und ob der Angeklagte den Unfall hätte verhindern können, wenn er nüchtern und ordnungsgemäß gefahren wäre.
Prozess könnte sich weiter verzögern
An diesem Montag präsentiert der zweite Gutachter seine Ergebnisse. Er hätte seine Untersuchungen bereits in der Vorwoche vor Gericht darstellen sollen. Eine Autopanne hinderte ihn aber daran, pünktlich nach Emden zu kommen. Aus Platzgründen verhandelt das Gericht in der Pumpstation, einem Vereinsraum im Stadtteil Transvaal.