Verkehr

Wiesmoor hofft auf Radweg-Ideen seiner Bürger

Ole Cordsen
|
Von Ole Cordsen
| 13.09.2021 11:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In Wiesmoor sollen mehr Leute aufs Rad umsteigen. Um das zu schaffen, sollen aber aber auch ein besseres Wegenetz und ein durchdachteres Konzept her. Foto: Schmidt/DPA
In Wiesmoor sollen mehr Leute aufs Rad umsteigen. Um das zu schaffen, sollen aber aber auch ein besseres Wegenetz und ein durchdachteres Konzept her. Foto: Schmidt/DPA
Artikel teilen:

Die Stadt Wiesmoor will die Situation für Radfahrer verbessern und ein Konzept dafür in Auftrag geben. Dabei sind insbesondere die Ideen der Einwohner gefragt.

Wiesmoor - Gerade zu Stoßzeiten nach Feierabend verwandelt sich die Hauptstraße von Wiesmoor zur verstopften Kulisse für eine Blechlawine – die zäh darüber kriecht. Und so war gerade die Forderung nach einer Verkehrswende, nach besseren Radwegenetzen und Konzepten, um mehr Bürger zu motivieren ihr Auto stehen zu lassen, auch ein Thema im Bürgermeisterwahlkampf: Dies auch mit Blick auf das geplante neue Baugebiet auf der rund 200 Hektar großen Fläche der einstigen Gärtnerei. Die Stadtverwaltung selbst schiebt solch ein Konzept jetzt an und will dabei insbesondere die Ideen der Einwohner selbst mit einbeziehen. Auftakt dafür soll eine öffentliche Veranstaltung am 5. Oktober ab 18 Uhr im Forum der KGS Wiesmoor sein, bei der Bürger eingeladen sind teilzunehmen und sich einzubringen. „Wir möchten eine fahrradfreundliche Infrastruktur für Wiesmoor schaffen, damit noch mehr Bürger mit dem Fahrrad fahren und dadurch aktiv am Klimaschutz teilnehmen“, heißt es von der Stadt.

Den Auftrag, das Radverkehrskonzept auszuarbeiten, hat die Verwaltung ans Vareler Ingenieurbüro Roelcke und Schwerdhelm vergeben. „Es soll und wird dabei aber besonders darum gehen, darin die Ideen und Wünsche der Bürger einzuarbeiten“, sagt Heidrun Engelbrecht, die das Thema vonseiten der Stadt betreut. „Bei der Auftaktveranstaltung wird es schon eine kleine Vorstellung geben, wo aus unserer Sicht Brennpunkte bestehen, es wird aber insbesondere darum gehen, den Bürgern zu zeigen, wie sie sich aktiv einbringen können.“

Bürger sollen Ideen auf Online-Karte eintragen können

Dabei soll es nicht nur Fragebögen geben, die vor Ort aber auch über das Internet ausgefüllt werden können, sondern auch einen sogenannten Wege-Detektiv, eine interaktive Online-Karte, auf der Interessierte in den Wochen nach der Auftaktveranstaltung aus ihrer Sicht wichtige Stellen anklicken, markieren und dort Probleme, aber auch Ideen eintragen können. „Wir prüfen auch die Möglichkeit, während der Veranstaltung eine Karte auszuhängen, wo Teilnehmer auch direkt vor Ort aktiv ihre Ideen notieren und einzeichnen können“, sagt Engelbrecht.

Bei der Veranstaltungen sollen den Bürgern auch „aktuelle allgemeine Entwicklungen und Rahmenbedingungen der Radverkehrsförderung“ aufgezeigt werden, die auch mit Blick auf die angestrebte Verkehrswende und das Ziel, Wiesmoor attraktiver zu machen, für die kommenden Jahre relevant werden können.

„Im weiteren Verlauf der Erarbeitung des Konzepts soll es auch Bereisungen geben, bei denen die Beteiligten mit dem Rad zu den entsprechenden Stellen fahren und sich die Situation vor Ort ansehen.“

Anmeldung zwingend nötig

Um Corona-Infektionen zu verhindern, ist die Zahl der Teilnehmer bei der Veranstaltung im Forum der KGS Wiesmoor begrenzt und eine Anmeldung ist zwingend nötig. Dafür bittet die Stadt Interessierte, sich per E-Mail an radverkehr@wiesmoor.de oder telefonisch unter der Rufnummer 04944/305-0 zu melden.

Ähnliche Artikel