Kommunalwahl

Eiben holt in Norden mit 40,67 Prozent das beste Ergebnis

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 12.09.2021 22:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei Florian Eiben war die Freude groß. Das Bild zeigt ihn zusammen mit den Parteigenossinnen Julia Feldmann (links), die bei den Wahlen 2016 gegen Heiko Schmelzle unterlag, sowie mit Bettina Behnke. Fotos: Kiefer/Hock/Hillebrand/Privat
Bei Florian Eiben war die Freude groß. Das Bild zeigt ihn zusammen mit den Parteigenossinnen Julia Feldmann (links), die bei den Wahlen 2016 gegen Heiko Schmelzle unterlag, sowie mit Bettina Behnke. Fotos: Kiefer/Hock/Hillebrand/Privat
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Florian Eiben erhielt bei der Bürgermeisterwahl in Norden mit Abstand die meisten Stimmen. Weil es nicht für eine absolute Mehrheit reichte, steht jedoch noch eine Stichwahl gegen Heiko Schmelzle an.

Norden - Florian Eiben hat mit einem deutlichen Vorsprung bei der Norder Bürgermeisterwahl überzeugt. Um kurz nach 21 Uhr stand fest: Der Sozialdemokrat konnte 40,67 Prozent der Wähler auf seine Seite ziehen. Weil es sich um keine absolute Mehrheit handelt, muss sich der gebürtige Oldenburger am 26. September aber noch einmal in einer Stichwahl Amtsinhaber Heiko Schmelzle (CDU) stellen, der 20,18 Prozent der Stimmen erhielt. Es folgten der ZoB-Vertreter David Gronewold (18,01 Prozent), die beiden parteilosen Kandidaten Rainer Feldmann (13,43 Prozent) und Andreas Holzkämper (5,6 Prozent) sowie Dana Friedrichs von „Die Partei“ mit 2,11 Prozent.

David Gronewold (mittig) hat es auf den dritten Platz geschafft.
David Gronewold (mittig) hat es auf den dritten Platz geschafft.

Auf einer Wahlparty, die die Stadt Norden im Theater der Oberschule organisiert hatte, freute sich Eiben bis über beide Ohren: „Ich bin überwältigt von dem Ergebnis und kann es noch gar nicht glauben“, sagte er unserer Zeitung vor Ort. Wenn man sich wie er mit 40,67 Prozent gegen fünf weitere Kandidaten durchsetze, sei das „mehr als eindeutig“, betonte er. Florian Eiben, der schon jetzt im Stadtrat sitzt und SPD-Stadtverbandsvorsitzender ist, kündigt für den Fall seines endgültigen Wahlerfolgs an, mit allen Parteien eng zusammenzuarbeiten. Auch bedankte er sich bei den anderen Kandidaten für den fairen Wahlkampf.

Das Bild zeigt Heiko Schmelzle mit seiner Familie auf der CDU-Wahlparty am Marktplatz.
Das Bild zeigt Heiko Schmelzle mit seiner Familie auf der CDU-Wahlparty am Marktplatz.

Amtsinhaber blieb auf eigener Wahlparty

Vom amtierenden Bürgermeister Schmelzle war an dem Abend hingegen nichts im Theater der Oberschule zu sehen, obwohl er seinen Besuch ursprünglich angekündigt hatte. Schließlich blieb er jedoch auf seiner eigenen Wahlparty auf dem Kanzlei-Parkplatz seines Parteigenossen Hayo Wiebersiek.

Als unsere Zeitung ihn gegen 21 Uhr anrief, begründete er die Entscheidung damit, dass die Stimmung auf seiner eigenen Party bei Pommes und Bier gerade gut sei und sich die Zahl der Zuschauer in der Oberschule ja ohnehin lichte. „Das Wichtigste für mich war heute, dass ich es in die Stichwahl schaffe.“ Höhere Ansprüche habe er nicht an sich gestellt. Das sei schon eine gute Leistung, zumal einige der anderen Kandidaten ein ähnliches Wählerklientel anzögen wie er, so Schmelzle.

Andreas Holzkämper erhielt 5,6 Prozent der Stimmen.
Andreas Holzkämper erhielt 5,6 Prozent der Stimmen.

Dafür kam Rainer Feldmann in der Oberschule vorbei, um Eiben zu gratulieren. Mit seinem eigenen Ergebnis sei er zwar „nicht ganz zufrieden“, da er zumindest auf die dritte Position gehofft hätte, sagte er. Insgesamt sei er aber froh über das Ergebnis für Eiben. Das zeige, dass dieser und die SPD die vergangenen Jahre eine vernünftige Politik gemacht hätten, findet er. Darum rate er nun auch seinen eigenen Wählern, bei der Stichwahl in zwei Wochen für den SPD-Chef zu stimmen.

Dana Friedrichs bekam 2,11 Prozent der Stimmen.
Dana Friedrichs bekam 2,11 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung lag bei 57,41 Prozent

David Gronewold zeigte sich zwar enttäuscht darüber, es knapp nicht in die Stichwahl geschafft zu haben. Die ZoB habe sich jedoch auch erst spät gegen Schmelzle gestellt und mit Gronewold einen eigenen Kandidaten aufgestellt. Immerhin unterstützte die ZoB Schmelzle noch bei der vergangenen Wahl im Jahr 2016, als Barbara Schlag (ebenfalls ZoB) aufgehört hatte. Man habe aber Schmelzles Führungsstil – gerade während der Pandemie – kritisch gesehen, so der Lehrer.

Rainer Feldmann erhielt die viertmeisten Stimmen (13,43 Prozent).
Rainer Feldmann erhielt die viertmeisten Stimmen (13,43 Prozent).

Die Wahlbeteiligung betrug jetzt 57,41 Prozent. 2016 waren es 58,22. Insgesamt gab es 20.927 Wahlberechtigte.

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