Tourismus
Gemeinde Hinte will bei Stellplätzen für Wohnmobile nachbessern
Während es in der Gemeinde Krummhörn gleich ein paar Stellplätze für Wohnmobile gibt, fehlen diese bei der Nachbarin Hinte komplett. Das soll sich bald ändern, wünscht Bürgermeisters Uwe Redenius.
Hinte - Wohnmobile sind in Corona-Zeiten so beliebt wie schon lange nicht mehr. Im vergangenen Jahr wurden allein in Niedersachsen laut dem Landesamt für Statistik rund 14,5 Prozent Fahrzeuge mehr angeschafft. Davon profitieren Gemeinden wie die Krummhörn, wo es Camping- und Stellplätze - etwa in Greetsiel, Upleward oder Campen - gibt. Die Nachbargemeinde Hinte geht da leer aus. Camper finden hier nämlich keine Anlaufstelle. Das könnte sich aber bald ändern, hofft Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). „WoMo-
Was und warum
Darum geht es: Wohnmobile liegen im Trend, einige Gemeinde haben aber noch kein Angebot an Stell- oder Campingplätzen und wollen jetzt nachjustieren.
Vor allem interessant für: Menschen, die in der Gemeinde Hinte leben oder dort gerne Urlaub machen
Deshalb berichten wir: Es ist schon länger im Gespräch, dass Stellplätze in Hinte entwickelt werden sollen. Wir wollten wissen, wie der aktuelle Stand ist und wo Plätze entstehen könnten. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Infrage kämen dafür Bereiche, „an denen WoMos stehen können, ohne dass sich Anwohner*innen gestört fühlen“, erklärt Redenius. Auf Nachfrage in Suurhusen meint Ortskümmerer Werner Nörtker, dass sich dort beispielsweise der Dorfplatz anböte. Schon jetzt würden dort häufiger Wohnmobilisten parken, um die naheliegende Kirche mit dem schiefsten Turm der Welt zu besichtigen. „In den Ferien kommen viele“, beobachtet er insgesamt mit Blick auf die Besucherzahlen in dem kleinen Dorf. Davon profitiere bislang bereits ein Café, das seit Ende November unter neuer Regie geöffnet ist. Öffentliche Toiletten seien schon da - wenn auch erst mal im Container. Ein Stellplatz sei für Suurhusen absolut denkbar und sinnvoll, so Nörtker. Aber: „Es muss sauber und gepflegt sein. Die Gemeinde muss dafür sorgen, dass alles passt“, betont er.
„Wildcampen“ komme bislang selten vor
Auch Johanna Klaasen, die sich um das Dorf Osterhusen kümmert, spricht sich für einen Stellplatz vor Ort aus. Drei bis fünf Stellplätze könne sie sich etwa „vorm Wäldchen am Kanal“ vorstellen, wo jetzt bereits häufig Autofahrer parkten, um angeln zu gehen. Das wäre eine „schöne Option“ in Naturnähe. Sie ist davon überzeugt, dass der Wohnmobil-Trend „auch so bleiben“ werde. Das Dorf könne ebenfalls von den neuen Plätzen profitieren. Im Moment gebe es kein Café mehr, mit neuen Gästen könnten Investoren ein neues Interesse entwickeln. Auch sei Osterhusen optimal an das Fahrradnetz angeschlossen.
„Ich finde, es ist wichtig mit der Zeit zu gehen. Und WoMo-Stellplätze sind immer mehr gefragt. Man braucht nur in die umliegenden Gemeinden zu schauen. Das Thema ist auch ein fester Bestandteil unserer zukünftigen Tourismus-Konzeptes“, bestärkt Bürgermeister Redenius. Warum es zuvor noch keine Bestrebungen gegeben habe, könne er nicht sagen. „Ich setze mich seit Beginn meiner Amtszeit dafür ein und werde das weiter tun“, betont er stattdessen. Auf die Frage hin, ob durch die fehlenden Plätze ein „wildes“ Campen ein Problem sei, erklärt er: „Das kommt bei uns nur sehr selten vor.“