Fußball

Funino: „Schnick, Schnack, Schnuck“ um den Sieg im Kinderfußball

Ralph Weis
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Von Ralph Weis
| 14.09.2021 19:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auf vier Kleintore ohne Torwart wird gespielt. Ein Treffer darf aber nicht von mehr als sechs Metern erzielt werden. Fotos: Ortgies
Auf vier Kleintore ohne Torwart wird gespielt. Ein Treffer darf aber nicht von mehr als sechs Metern erzielt werden. Fotos: Ortgies
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Konzentrierte Kinder, die spielerisch um den Ball kämpfen. Am letzten Wochenende startete die Kinderfußball-Festivalserie in Ostfriesland. Die Beteiligten waren begeistert.

Nortmoor - Auf zwölf Fußballplätzen wurde am Sonntag die erste Runde der 1. Ostfriesischen DFB-Kinderfußball-Festivalserie (Funino) ausgetragen. Unter anderem wurde auch in Nortmoor gespielt, wo die G- und F-Jugendmannschaften von Frisia Loga, dem VfR Heisfelde und der JSG Nortmoor/Holtland/Brinkum teilnahmen.

Andre Penning, stellvertretender Vorsitzender des SV Nortmoor und neben Markus Meyer Mitorganisator des Funino-Spektakels in Nortmoor, war von dem Turnier begeistert und hatte nur Positives zu vermelden. „Das ist eine Superidee und wird den Kindern mit ihren unterschiedlichen Spielvermögen vollauf gerecht. Die Größe des Spielfeldes mit etwa 20 x 26 Metern ist optimal und macht das Spiel intensiver“, freute sich Penning über die gelungene Premiere.

Der Teamgedanke und der Spaßfaktor stehen im Vordergrund. Besonders viel jubeln durfte in Nortmoor das starke Team der JSG Nortmoor/Holtland/Brinkum.
Der Teamgedanke und der Spaßfaktor stehen im Vordergrund. Besonders viel jubeln durfte in Nortmoor das starke Team der JSG Nortmoor/Holtland/Brinkum.

Regeln erscheinen gewöhnungsbedürftig

Die neuen Regeln erscheinen auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, doch in der Praxis zeigte sich schnell, dass die Neuerungen gut angenommen wurden. So spielen die Mannschaften mit je drei Spielern auf zwei gegnerische Tore, die jeweils knapp an der Eckfahne angebracht sind. Die Spielzeit beträgt sieben Minuten, Tore können nur aus einer Zone sechs Meter vor den Toren erzielt werden.

Gerade diese Regel wurde oft missachtet, wenn die Spieler den Ball aus mehr als sechs Metern ins leere Tor schossen. Alle Teams hatten sich darauf verständigt, Mannschaften mit gleichstarken Spielern und Spielerinnen zu bilden, so dass es oft zu knappen Ergebnissen kam. Die Mannschaften hatten insgesamt sechs Spiele zu bestreiten. Dabei standen nicht die Ergebnisse im Vordergrund, sondern der Spaß am Spiel. Dieses war den Kindern anzusehen.

Aufgrund der kleinen Teams – es wird „Drei gegen Drei“ gespielt – haben die Kinder viele Ballkontakte.
Aufgrund der kleinen Teams – es wird „Drei gegen Drei“ gespielt – haben die Kinder viele Ballkontakte.

Eltern hielten sich zurück

Während sich die zahlreichen mitgekommenen Eltern wohltuend zurückhielten, waren die Betreuer voll in ihrem Element. „Wir trainieren einmal die Woche, Punktspiele gibt es in der F- und G-Jugend nicht, so dass diese Turniere eine willkommene Abwechslung sind“, erklärte Logas Betreuer Alexander Dörrenbäcker, der selbst noch in der A-Jugend bei Frisia Loga zum Einsatz kommt.

Schnell stellte sich heraus, dass er mit seinem Team und dem SV Brinkum die stärksten Mannschaften beim Funino-Festival in Nortmoor hatte. Beide Mannschaften trafen gleich dreimal aufeinander. Doch nach sieben Minuten Spielzeit gab es jeweils keinen Sieger. 0:0 endete die erste Partie, die zweite 1:1 und im letzten Spiel trennte man sich 2:2. Die Kinderfußball-Regeln sehen in einem solchen Fall eine kindgerechte Lösung vor: es gibt eine Runde „Schere, Stein, Papier“ (Schnick, Schnack, Schnuck).

Andre Penning vom SV Nortmoor gehörte zu den Organisatoren.
Andre Penning vom SV Nortmoor gehörte zu den Organisatoren.

Entscheidung für die Platzwahl nötig

Warum eine Entscheidung nötig ist, erklärte Penning am Rande. „Wir brauchen einen Verlierer und Gewinner wegen der Platzwahl. Der Gewinner steigt ein Feld auf, der Verlierer ein Feld ab“, verwies Penning auf die Rahmenrichtlinien für den Kinderfußball. Auch nicht notwendig und vorgesehen sind Schiedsrichter.

Die Praxis zeigte, dass die Nachwuchskicker das Fairplay beherrschen. Am 25. September. und 9. Oktober finden in den gleichen Gruppen weitere Funino-Turniere in der Region statt. Danach soll beraten werden, wie es bei der F- und G-Jugend weitergehen soll.

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