Politik
Neutorstraße in Emden bleibt weiter gesperrt
Das umstrittene Verkehrsexperiment der Stadt Emden, die Neutorstraße in einer Fahrtrichtung zu sperren, bleibt bestehen – gegen politischen Widerstand. Das „Versuchslabor“ wird aber umgebaut.
Emden - Seit gut drei Wochen läuft in Emden das Experiment Neutorstraße - die Sperrung einer der wichtigsten Verkehrsachsen durch die Innenstadt für eine Fahrtrichtung. Daran wird sich auch bis Mitte Januar 2022 voraussichtlich nichts ändern. Am Donnerstagabend scheiterte ein von der CDU-Fraktion im Rat unternommener und von der FDP sowie Teilen der SPD unterstützter Versuch, den Test abzubrechen. Von ihnen kommt Kritik am Zeitpunkt des Versuchs, weil parallel durch Arbeiten am Trog eine weitere Hauptstraße derzeit nicht befahrbar ist und Ausweichstrecken stark belastet seien, wie es heißt.
Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entschuldigte sich Oberbürgermeister (OB) Tim Kruithoff (parteilos) für sein im Vorfeld nicht abgestimmtes Vorgehen, unterstrich aber erneut, vom Experiment nicht abweichen zu wollen. Der Rat habe keine Befugnis, den Text zu zu stoppen, so Kruithoff. „Es ist eine verkehrsbehördliche Anordnung“, so Kruithoff, und damit sei es der „originäre Job des OB“.
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Wie Kruithoff und Stadtplaner David Malzahn im Ausschuss erläuterten, soll die Teststrecke in den nächsten Wochen umgestaltet werden. So werde unter anderem „der Schilderwald“ gelichtet, ein Teil des Radweges zur Straße hin mit flachen Sperren abgesichert und ein zusätzlicher Abbiegestreifen für Fahrradfahrer geschaffen.
Eine ausführliche Berichterstattung folgt.