Gesundheit

Drei-Millionen-Euro-Neubau für das Krankenhaus Rheiderland

17.09.2021 19:11 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Altbau (links) des Krankenhauses Rheiderland muss für den Neubau weichen. Foto: Archiv
Der Altbau (links) des Krankenhauses Rheiderland muss für den Neubau weichen. Foto: Archiv
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Das Klinikum Leer investiert in das Krankenhaus Rheiderland. Für drei Millionen Euro für ein ungenutztes Altgebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Weener - Das Klinikum Leer blickt in diesem Jahr auf sein 150-jähriges Bestehen, und seit nunmehr 15 Jahren gehört auch das Krankenhaus Rheiderland dazu. In den Jahren 2008 bis 2012 wurde das Krankenhaus in Weener bereits für rund zwölf Millionen Euro generalüberholt. Wer vor dem Krankenhaus Rheiderland steht, sieht auf der linken Seite des Haupteingangs das im Wesentlichen ungenutzte Altgebäude, wo die Krankenhausversorgung im Rheiderland im Jahr 1883 seinen Anfang nahm. Dieses Gebäude muss weichen und an dieser Stelle Platz machen für einen Neubau. Das teilte das Leeraner Klinikum am späten Freitagnachmittag mit. Insgesamt drei Millionen Euro werden investiert.

So sieht die Visualisierung des Architekten Karsten Woltermann für den Neubau aus. Skizze: Woltermann
So sieht die Visualisierung des Architekten Karsten Woltermann für den Neubau aus. Skizze: Woltermann

Das Sockelgeschoss, in Richtung des „Hauses Fresena“ (Wohnheim für chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke – CMA-Heim) gelegen, soll dann mit etwa 280 Quadratmetern elf Bewohnerappartements bekommen. „Dazu wird in direkter Anbindung ein 1,5-geschossiges Therapiegebäude mit etwa 180 Quadratmetern Nettonutzfläche sowie als Anbau an das bestehende CMA-Heim ein Wintergarten sowie eine überdachte Terrasse mit rund 50 Quadratmetern Nettonutzfläche entstehen“, heißt es in der Mitteilung.

Therapieflächen, MVZ und Mitarbeiterwohnungen

Die Erdgeschossfläche des Klinikanbaus werde mit rund 250 Quadratmetern Nutzfläche eine Praxis für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Klinikum Leer-Weener enthalten. Im 1. Obergeschoss sind auf rund 240 Quadratmetern erweiterte Therapieflächen für die Geriatrie und den qualifizierten Entzug geplant. Im 2. Obergeschoss sollen acht Mitarbeiterappartements geschaffen werden.

„Die Außenanlagen werden umgestaltet, so dass zusätzlich auch eine direkte, fußläufige Verbindung hin zu den Parkplätzen im Bereich des Heimatmuseums und des CMA-Heimes besteht“, heißt es weiter. Landrat Matthias Groote und Geschäftsführer Holger Glienke zeigen sich laut der Mitteilung erfreut, dass der Aufsichtsrat einstimmig dem Neubau mit rund 1250 Quadratmetern Nettonutzfläche zugestimmt habe. Damit werde die Gesundheitsinfrastruktur am Krankenhaus Rheiderland erweitert. Auch Jakobus Baumann, als Vorsitzender des Allgemeinen Krankenhausvereins, sieht in der Maßnahme einen wichtigen Baustein, um den Standort Weener für die Zukunft dauerhaft zu sichern. Henning Fietz als Geschäftsführer der Suchtkrankenhilfe Ostfriesland gGmbH und Betreiber des „Hauses Fresena“ freut sich laut der Mitteilung über die Möglichkeit, das Versorgungsangebot der stationären Eingliederungshilfe für suchtkranke Menschen ausweiten zu können.

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