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Vier Wochen Weihnachtsmarkt auf dem Emder Schützenplatz?

| | 21.09.2021 18:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der „Bliede-Park“ in Emden war ein voller Erfolg, heißt es vom Schausteller-Vorsitzenden. Fotos: Ortgies
Der „Bliede-Park“ in Emden war ein voller Erfolg, heißt es vom Schausteller-Vorsitzenden. Fotos: Ortgies
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Weiterhin sind Großveranstaltungen nur schwer zu planen. Mit dem „Bliede-Park“ haben die Ostfriesischen Schausteller aber bislang gute Erfahrungen gemacht. Das wollen sie in Emden ausweiten.

Emden - Der „Bliede-Park“ in Emden war „ein ganz großer Erfolg“, sagt Karl-Heinz Langenscheidt, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Ostfriesland. In Aurich sei ein nächster Stop des Pop-up-Jahrmarkts schon genehmigt, in Leer stehe die Entscheidung an diesem Dienstag an. Das Signal aus der Politik sei aber bislang positiv. Normalerweise würde ihnen jetzt schon ein Marktkalender für 2023 vorliegen, in Corona-Zeiten müssen sie von Monat zu Monat planen, erklärt er. Das Hauptaugenmerk liege dabei bei den großen Städten und möglichst lange stattfindenden „Bliede-Parks“. Für kleine Volksfeste sieht er schwarz.

„Wenn weiter keine Normalität einkehrt, ist es bald wie in Amerika, wo fast jede Stadt einen Pop-up-Jahrmarkt hat“, meint er. Entsprechend könne er sich vorstellen, im kommenden Jahr auch mal mehrere Wochen in Emden den Schützenplatz zu nutzen. In Leer war ein so langer Zeitraum in diesem Jahr abgelehnt worden, weil die Veranstaltung auf der Großen Bleiche zu lange die Parkplätze blockieren würde. In Emden besteht das Problem nicht. „Wir haben uns schon aktuell gefragt, warum wir keine Woche drangehängt haben“, sagt Langenscheidt lachend.

Blick geht zum Weihnachtsgeschäft

Jetzt geht der Blick schon zum Weihnachtsgeschäft. „Noch nicht ein Weihnachtsmarkt ist genehmigt“, sagt er. Auch hier sieht er eine Chance – für einen Christkindl-Markt auf dem Emder Schützenplatz. Der Schützenverein, dem der Platz gehört, habe schon angeboten, dass die Schausteller das Gelände nutzen dürften, falls der Weihnachtsmarkt abgesagt werden sollte.

Langenscheidt könne sich gut vorstellen, mit viel weihnachtlicher Dekoration, einem Märchenwald, großen Fahrgeschäften, Buden und Ständen eine Alternative zum Markt zu schaffen. „Wir hätten da auch richtig Spaß dran“, sagt er. Anders als bei einem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, wo die Zugänge schlecht reguliert werden könnten und entsprechend viel für Sicherheitspersonal und Absperrmaterial ausgegeben werden müsste, sei der Schützenplatz deutlich günstiger in der Nutzung, meint er.

Stand jetzt: Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Wilhelm Eilers, Vorsitzender der Emder Werbegemeinschaft Schaufenster, hält indes klar an einem Weihnachtsmarkt im Stadtgarten fest. Dieser soll vom 22. November bis zum 31. Dezember stattfinden. „Wir sind voll in der Planung“, betont er auf Nachfrage. In seinen Augen könne man im Stadtgarten genau solche Bedingungen schaffen wie auch auf dem Schützenplatz - mit einer kompletten Einzäunung und Sicherheitspersonal. So könne auch die Einhaltung der 3G-Regeln, also der Zugang nur für Genesene, Geimpfte und Getestete, oder der 2G-Regeln (Geimpfte und Genesene) kontrolliert werden.

Mit Schaustellern und Budenbeschickern hätten sie schon gesprochen. „Es soll auch neue Stände geben“, sagt er. Mit der Stadtverwaltung würden auch schon erste Details geklärt. Ein Hygienekonzept liege eigentlich noch aus dem vergangenen Jahr vor, als zwar kein Weihnachtsmarkt stattfinden konnte, dafür aber vereinzelt Buden aufgestellt worden waren. „Für den Handel ist der Weihnachtsmarkt in der Stadt ganz wichtig“, betont er. Der Schützenplatz sei zu weit ab vom Schuss.

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