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Pilze in Sporthalle: Stadt Emden gibt Entwarnung

Heiko Müller
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Von Heiko Müller
| 23.09.2021 17:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der erst 2016 in Betrieb genommenen Sporthalle im Dreieck von Früchteburger Weg und Theaterstraße gibt es Probleme mit der Feuchtigkeit. Foto: F. Doden
In der erst 2016 in Betrieb genommenen Sporthalle im Dreieck von Früchteburger Weg und Theaterstraße gibt es Probleme mit der Feuchtigkeit. Foto: F. Doden
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Die Messung der Raumluft in der Sporthalle im Emder Kulturviertel ergab keine höhere Belastung mit Pilzsporen. Aber die Probleme mit der Feuchtigkeit bleiben. Jetzt droht ein Rechtsstreit.

Emden - Die Raumluft in der erst wenige Jahre alten Sporthalle im Emder Kulturviertel ist nicht über das normale Maß hinaus mit Pilzsporen belastet. Das haben Messungen der Prüfgesellschaft Dekra ergeben. Wie die Stadt mitteilte, liegt das Ergebnis seit Mittwoch vor. Demnach ist kein Schimmelpilz festgestellt worden. Schulsport in der Halle sei deshalb möglich.

Die Stadt bekräftigt, dass die Messung „eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen und nach Rücksprache mit der Dekra veranlasst worden sei. Das jetzt vorliegende Ergebnis bestätige das, was das städtische Gebäudemanagement (GME) bereits zuvor bei eigenen Untersuchungen festgestellt habe. Die Halle sei deshalb auch nicht gesperrt worden.

Am Bau beteiligte Firmen winken ab

Die Schulleitung des Max-Windmüller-Gymnasiums hatte hingegen entschieden, den Schulsport in der Halle so lange einzustellen, bis das Ergebnis der Raumluftmessung vorliegt und eine Gefährdung von Schülern und Lehrkräften ausgeschlossen werden kann.

Die Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem Reinigungskräfte nach dem Ende der Sommerferien zu Beginn dieses Monats Fruchtkörper eines ungefährlichen Pilzes entdeckt hatten. Die Stadt führt diesen Pilzwuchs auf Feuchtigkeit in der Sporthalle zurück. Es sei bekannt, dass in den Hallenboden Wasser eingedrungen sei.

Das GME werde an dieser Problematik dranbleiben und alle notwendigen Schritte in die Wege leiten, um dem Sachverhalt auf den Grund zu gehen und die Mängel zu beheben. Man habe bereits alle Firmen und Dienstleister, die vor gut sechs Jahren an dem Bau der Sporthalle beteiligt gewesen waren, aufgefordert, die Mängel abzustellen. Die Unternehmen hätten das abgelehnt. Deshalb prüfe die Stadt jetzt juristische Schritte.

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