Fußball
Kickers wohl ohne die Vorjahres-Doppelpacker
Als Tabellenführer reist Kickers Emden zum Fußball-Oberliga-Spiel in den Kreis Osnabrück. Vor fast genau einem Jahr gab es beim TuS Bersenbrück eine turbulente Partie mit glücklichem Kickers-Ausgang.
Emden - Am Sonntag um 15 Uhr treffen in der Fußball-Oberliga mit Kickers Emden und dem TuS Bersenbrück zwei Teams mit komplett verschiedenen Trends aufeinander. Nach zwei Spieltagen thronten die beiden Mannschaften noch mit sechs Punkten und bereits drei Zählern Abstand ganz oben in der Tabelle. Doch während Bersenbrück seitdem kein Spiel mehr gewinnen konnte, ging die Erfolgsserie der Ostfriesen weiter. 19 Punkte aus sieben Spielen, beste Offensive und Defensive der Liga: So lautet die Bilanz von Kickers. Elf Punkte weniger hat der kommende Gegner, den Kickers bereits im Neidersachsen-Pokal mit 1:0 besiegen konnte, auf dem Konto.
Doch Trainer Stefan Emmerling warnt vor dem Auswärtsspiel: „Wir müssen höllisch aufpassen. Da beide Teams die Klingen schon gekreuzt haben, wissen sie, was einen erwartet. Wir treffen auf einen körperlich robusten, zweikampfstarken Gegner. Wir müssen gegenhalten und auch emotional auf der Höhe sein.“ Der Emder Coach erinnert mahnend an das letzte Gastspiel von Kickers in Bersenbrück vor ziemlich genau einem Jahr, am 27. September 2020: „Da haben wir nach einer Stunde mit 0:3 zurückgelegen.“ Das müsse Emmerling nicht noch einmal haben, auch wenn sein Team das Spiel damals noch dank der beiden Doppelpacker Holger Wulff und Gabriel Bamezon mit 4:3 gewann.
Eben diese beiden Spieler werden Kickers diesmal wohl nicht die drei Punkte bescheren können. Bamezon (langwierige Muskelprobleme) fällt definitiv weiterhin aus, hinter Wulffs Einsatz steht aufgrund einer Zerrung ein Fragezeichen. „Mit ihnen würden uns noch mehr Optionen im Angriffsspiel bieten. Aber auch so haben wir genug Spieler, die Tore schießen können“, sagt Emmerling. Aus dem Spiel sorgen meist Darlin van der Werff, Nikky Goguadze und Tido Steffens für Torgefahr, bei Standards sind es Marvin Eilerts und Alagie Jabbie per Kopf.