Mobilität
Emder knacken beim Stadtradeln 300.000-Kilometer-Marke
Drei Wochen lang sammelten Emderinnen und Emder beim Stadtradeln-Wettbewerb Kilometer. Das Ergebnis übertrifft alle bisherigen Leistungen bei Weitem. Eine Gruppe war ganz besonders fleißig.
Emden - Die Steigerung ist beträchtlich: Nie zuvor beteiligten sich so viele Emderinnen und Emder beim deutschlandweiten Wettbewerb Stadtradeln wie in diesem Jahr. Für den dreiwöchigen Zeitraum, der am vergangenen Wochenende endete, hatten sich 1539 Fahrradbegeisterte angemeldet. Zusammen brachten sie es auf 305.000 Kilometer. Weil bis zum Ende dieser Woche Nachmeldungen möglich sind, könnte diese Leistung am Ende noch höher ausfallen.
Was und warum
Darum geht es: Wie fleißig oder nicht Emden beim diesjährigen Stadtradeln-Wettbewerb dabei war.
Vor allem interessant für: Ostfriesen, die im Alltag gerne das Auto stehenlassen und stattdessen lieber aufs Rad steigen
Deshalb berichten wir: Am vergangenen Wochenende ist der dreiwöchige Wettbewerb zu Ende gegangen. Zeit für eine Bilanz durch die Emder Brille. Den Autor erreichen Sie unter: g.paeschel@zgo.de
Bundesweit sind knapp 2200 Kommunen registriert, in denen Teams oder auch Einzelne ihre gefahrenen Kilometer eintragen. Der Wettbewerb war im Jahr 2008 von einem Klimabündnis ins Leben gerufen worden. Emden hatte sich bis einschließlich 2017 regelmäßig beteiligt, war 2018 aber mangels personeller Ressourcen vorübergehend ausgestiegen. Es hatte sich niemand gefunden, der die Organisation koordinieren und zur Teilnahme animieren wollte.
Besser denn je
In diesem Jahr klappte es wieder - besser denn je. Zum Vergleich: Hatten sich 2016 und 2017 lediglich um die 300 Fahrradbegeisterte zum Mitmachen bewegen lassen, meldeten sich diesmal etwa fünfmal so viele. Im Schnitt fuhr jeder beziehungsweise jede 198 Kilometer, was knapp 9,5 Kilometer pro Tag entspricht.
Jann Gerdes, Klimaschutzmanager bei der Stadt Emden, verbuchte das diesjährige Stadtradeln als „großen Erfolg“ und als „tolles Signal“. Obwohl noch immer Nachmeldungen möglich sind, stehe schon jetzt fest, dass „sämtliche unserer Rekorde“ gebrochen wurden. „Es zeige, „dass das Fahrradfahren zu Zwecken des Umwelt- und Klimaschutzes in Emden sehr beliebt ist“, so Gerdes.
Knappes Duell zweier Gymnasien
Ein interessantes Duell lieferten sich die Mannschaften der beiden allgemeinbildenden Gymnasien. Sowohl das Max-Windmüller-Gymnasium (Max) als auch das Johannes-Althusius-Gymnasium (JAG) waren mit je 287 Schülerinnen und Schülern vertreten. Die Nase vorn, zumindest laut dem vorläufigen Endergebnis, hatte das Max mit gut 49.000 Kilometern. Das JAG kam im gleichen Zeitraum auf rund 43.500 Kilometer.
Als besonders fleißig tat sich eine achtköpfige Gruppe hervor. Der Team-Name lässt erahnen, dass die Mitglieder auch außerhalb des Wettbewerbs regelmäßig auf zwei Rädern unterwegs sind: ELG-Radsport. Im Schnitt brachte jedes der acht Team-Mitglieder fast 1000 Kilometer auf den Tacho. Umgerechnet ergibt sich eine durchschnittliche tägliche Fahrleistung von 46,8 Kilometern.
Im ostfrieslandweiten Vergleich Emdens mit den Landkreisen steht die Stadt ebenfalls gut da. So erreichten die 726 gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Stand Mittwochmittag zusammen knapp 135.000 Kilometer. Im Landkreis Leer, wo der diesjährige Wettbewerb bereits am 21. September zu Ende gegangen war, stehen rund 885.000 Kilometer, die von 4021 Beteiligten erradelt wurden. Im Schnitt trug jede beziehungsweise jeder 220 Kilometer bei, in Aurich sind es 185 Kilometer. Der Landkreis Wittmund hatte sich für den diesjährigen Wettbewerb nicht angemeldet.