Dicke Luft im Auricher Rathaus

Chance für Neuanfang

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Ein Kommentar von Marion Luppen
| 29.09.2021 18:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Das Lächeln ist bemüht: Zwischen Horst Feddermann (links) und Hardwig Kuiper stimmt die Chemie nicht. Foto: Archiv/Ortgies
Das Lächeln ist bemüht: Zwischen Horst Feddermann (links) und Hardwig Kuiper stimmt die Chemie nicht. Foto: Archiv/Ortgies
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Im Auricher Rathaus herrscht dicke Luft. Der Bürgermeister und der Erste Stadtrat sind über Kreuz. SPD und CDU sind sauer. Doch es gibt eine Chance.

Der Bürgermeisterwahlkampf von 2019 wirkt bis heute nach. Der Wahlverlierer Hardwig Kuiper muss im Auricher Rathaus den Mann, der ihm eine schmerzliche Niederlage beigebracht hat, als Chef akzeptieren: Horst Feddermann. Der Wahlsieger muss seinen Kontrahenten als vollwertiges Mitglied der Stadtspitze akzeptieren. Eine schwierige Ausgangslage, die allen Beteiligten gute Nerven und Geschick abverlangt.

Als wäre das nicht schwierig genug, geht der Wahlkampf auch auf politischer Ebene weiter: SPD und CDU gegen Feddermann. Das Vertrauen ist gestört. Das muss sich schleunigst ändern. Beide Seiten sollten nun aufeinander zugehen. Der Bürgermeister hat die Politik einzubinden und seine Alleingänge zurückzufahren. Doch auch die Politiker sollten den Bürgermeister als Verbündeten betrachten, nicht als Gegner. Vielleicht ist die neue Wahlperiode mit neu gewähltem Rat tatsächlich die Chance für einen Neuanfang. Es wäre gut für Aurich.

Die Autorin erreichen Sie unter m.luppen@zgo.de.

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