Hartenholm
Von Polizei abgeführt: Fans ohne Verständnis für Oliver Pocher
Komiker Oliver Pocher verprellt seine Fans mit einer wortreichen Aufarbeitung der Szene, die sowieso schon sein Ansehen eher schädigt.
Beim „Strandkorb Open Air“ in Hartenholm in Schleswig-Holstein am Wochenende ist Comedian Oliver Pocher - unter Widerstand - von der Polizei abgeführt worden. Er selbst teilte das Video der Szene auf Instagram. Darin fordert er die Beamten auf, „jetzt mal ganz entspannt“ zu sein, während sie ihn vom Festivalgelände ziehen.
Was war passiert?
Pocher gab an, er habe seinen Freund, den Sänger Pietro Lombardi bei dessen Konzert auf der Bühne besucht und mit ihm gefeiert. Dann sei er von der Bühne ins Publikum gegangen - womit er gegen die Corona-Auflagen verstieß. Der Veranstalter fürchtete Strafen und warf den 43-Jährigen gemäß Hausrecht raus. „Ich bin echt auch Team Polizei. Aber die Polizei wollte in Hartenholm wohl mal den Harten machen“, klagte Pocher. Er wolle noch Videomaterial veröffentlichen, damit sich jeder selbst ein Bild machen könne.
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Pocher postete dann also noch ein 25-minütiges Video, in dem er den Fall, der „nicht besonders sexy“ sei, aufarbeitet. Er betont, dass er Respekt vor der Arbeit der Polizei habe. Darüber hinaus kritisiert er das Konzept der Strandkorb-Konzerte als teuer und „unsexy“. Er kenne die Auflagen wegen der Corona-Pandemie und nennt ihre Befolgung „eher mühsam“.
Pocher diskutiert mit Veranstalter - vor laufender Kamera
Da der Komiker sich am besagten Abend offenbar von einem Kameramann begleiten ließ, teilte Pocher die Aufnahmen zur kompletten Auseinandersetzung mit der Polizei: „11 Minuten 50 Blaulicht Report“, wie er scherzt. Darin sieht man Pocher mit einem Angestellten der Veranstalter diskutieren. Pocher ist uneinsichtig und hält dem Mann vor, er würde mit seiner Tour den Veranstaltern „den Arsch retten“. Er könne auftreten, wann und wo er wolle, behauptet er.
Solch abgehobene Aussagen und seine Weigerung, den Platzverweis zu befolgen, nehmen Fans Pocher nun allerdings mehrheitlich übel. Statt für Verständnis zu sorgen, erhalten nun Kommentare mehrere Tausend Likes, die Pocher vorhalten, die Aktion sei „peinlich“. Er benehme sich wie ein Kind und indem er das Video auch noch teile, verspiele er „leider mehr und mehr Sympathien“ - oder wie es ein Nutzer ausdrückt: „Du machst dich gerade selbst zur Bratpfanne des Monats.“
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