Fußball

Unglückliches Handspiel verhindert die Derby-Teilnahme

| | 01.10.2021 08:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beim Heimspiel gegen Firrel vor zwei Jahren ackerte Julian Jauken im Leeraner Mittelfeld. Diesmal fehlt er aufgrund einer Gelbsperre. Archivfoto: Barth
Beim Heimspiel gegen Firrel vor zwei Jahren ackerte Julian Jauken im Leeraner Mittelfeld. Diesmal fehlt er aufgrund einer Gelbsperre. Archivfoto: Barth
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In Leer steigt am Freitagabend das ostfriesische Landesliga-Derby zwischen Germania und GW Firrel. Leer muss aufgrund eines Kuriosums auf einen Mittelfeldstrategen verzichten.

Leer/Papenburg - In der 74. Minute gegen Frisia Wilhelmshaven (1:5) passierte das, was Germania Leer und allen voran Julian Jauken am vergangenen Freitag unbedingt verhindern wollte: Der 25-Jährige sah die Gelbe Karte. „Nach einem langen Ball und einem Zweikampf sprang mir der Ball unglücklich von der Brust an den Unterarm“, beschreibt der zentrale Mittelfeldstratege die Szene davor. Da es für den Maschinen- und Anlagenführer eines Leeraner Unternehmens bereits der fünfte „Karton“ im sechsten Spiel ist, muss er heute Abend im Fußball-Landesliga-Derby gegen GW Firrel (19.30 Uhr Anstoß) die erste Gelbsperre seines Lebens absitzen.

„Einen ungünstigeren Zeitpunkt gibt es dafür nicht. Ich habe extra aufgepasst, kein Foul in dem Spiel zu begehen – und dann das“, sagt der Leeraner. „In der Jugend war ich ein Raufbold, mittlerweile aber nicht mehr“, sagt Jauken. So holte er sich die Gelben Karten in dieser Saison nicht für rüde Fouls, sondern für Provozieren, Meckern oder einem „unnötigen Halten an der Mittellinie“, wie sein Coach Christian Rosendahl beschreibt, ab. „Es ist mir eine Lehre. Eine zweite Gelbsperre diese Saison werde ich nicht kriegen“, verspricht Jauken, der nicht nur einer der ältesten Spieler im Germania-Kader ist, sondern mit Max Schrock-Opitz auch der dienstälteste.

Leer jubelte in den vorherigen Duellen

Gegen Firrel fehlen die beiden erfahrenen Akteure – Schrock-Opitz urlaubsbedingt, Jauken wegen der Sperre. Weitere Ausfälle hat Trainer Christian Rosendahl nicht zu kompensieren. „Das Firrel-Spiel ist ein absolutes Highlight“, sagt Christian Rosendahl. Er sieht in der Geschlossenheit seiner Mannschaft und im Tempo nach vorne einen Vorteil gegenüber Firrel. „Dafür bringt Firrel mehr Erfahrung mit und ist im Kader breiter besetzt.“

Unser Tipp

Germania Leer – GW Firrel 2:1. Die Paarung verspricht ein intensives, spannendes Spiel. Chancen werden beide Teams bekommen. Es gewinnt die effizientere Mannschaft.

Die vergangenen beiden Derbys gegen Firrel in der Landesliga konnte Leer für sich entscheiden. In der abgelaufenen Saison überraschte Germania unter Flutlicht mit einem 4:1-Sieg. Im letzten Duell im Leeraner Hoheellernstadion hatten die „Gelben“ die „Grünen“ nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewonnen. Das heutige Aufeinandertreffen hat neben der lokalen Nähe auch eine tabellarische Brisanz: Firrel ist Letzter, Leer Vorletzter.

Auch für TuRa Westrhauderfehn steht heute Abend ein Derby an: Um 20 Uhr ist die Elf von Erhan Colak bei BW Papenburg zu Gast. Zuletzt belohnte sich TuRa mit einem 1:0-Sieg gegen Werlte für gute Leistungen – und will nun nachlegen. „Papenburg ist spielerisch noch etwas stärker als Werlte, sehr lauffreudig und aggressiv in den Zweikämpfen. Das ist keine leichte Aufgabe“, so Colak. Personell ist die Situation ordentlich. Einige Akteure sind aber angeschlagen.

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