Natur
Stadt Emden verteidigt geplante Abholz-Aktion
Naturschutz versus Naturschutz: In Emden soll ein Kahlschlag von mehr als 1000 Gehölzen Platz schaffen für Wiesenvogelbrüter. Der Aufschrei ist groß. Die Stadt bittet noch einmal an den Runden Tisch.
Emden - Während der Sitzung des Emder Rates am Donnerstagabend hat Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) die geplante Abholzung von mehr als 1000 Gehölzen verteidigt. Gegen den Kahlschlag, der Teil eines Wiesenvogelschutz-Programmes ist, gibt es Protest von Naturschützern. Kruithoff wies bei seinem Plädoyer für das Programm auf die „nationale Bedeutung für den Schutz von Wiesenvögeln“ hin.
Deswegen stehe die Stadt hinter den Plänen, die Flächen nahe den Emder Stadtteilen Marienwehr und Uphusen sowie am Kleinen Meer, in den ursprünglichen Zustand einer baumfreien Landschaft zu versetzen. Ohne die Bäume haben Jagd- und Raubvögel keine Deckung, aus der sie Bodenbrüter attackieren.
Ferner machte Kruithoff klar, dass Teile der geplanten Abholzung zwar ausgeschrieben, die Aufträge aber noch nicht erteilt worden seien. Bis das passiert, soll ein Runder Tisch zusammenkommen, wo das Projekt und die geplanten Maßnahmen noch einmal erörtert werden. Als Termin nannte der Oberbürgermeister „Ende Oktober/Anfang November“. Bis dahin, so Kruithoff, „gibt es keine Auftragsvergabe zur Abholzung“.
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