Fußball

Spitzenreiter TiMoNo setzt Super-Serie fort

Ralph Weis
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Von Ralph Weis
| 04.10.2021 14:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
SV-Spielerin Lea Siemens (Nummer 13) grätscht hier eine Gegenspielerin um. In der 23. Minute glich Siemens zum 1:1 aus. Fotos: Ortgies
SV-Spielerin Lea Siemens (Nummer 13) grätscht hier eine Gegenspielerin um. In der 23. Minute glich Siemens zum 1:1 aus. Fotos: Ortgies
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Die Fußballerinnen des SV TiMoNo gewannen auch ihr fünftes Saisonspiel. Am Sonnabend hieß es 4:1 gegen Schlichthorst. Das Ostfriesen-Team war zunächst aber in Rückstand geraten.

Nortmoor - In der Fußball-Oberliga behält der SV TiMoNo seine weiße Weste und landete im fünften Saisonspiel den fünften Sieg. Wurde vor zwei Wochen das Auswärtsspiel bei der DJK Schlichthorst klar mit 6:0 gewonnen, war das vorgezogene Rückspiel am Sonnabend in Nortmoor zunächst eine zähe Angelegenheit. Doch am Ende siegten die Gastgeberinnen auch wieder deutlich – diesmal mit 4:1.

Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball.
Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball.
Gästetrainer Henrik Meyer hatte seine Lehren aus der Hinspielpleite gezogen und versuchte mit energischem Pressing und Doppeln der Gegenspielerin den Spielaufbau des Tabellenführers zu verhindern. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld stand Gästestürmerin Lena Boese plötzlich alleine vor Torfrau Carina Schoone und erzielte die völlig überraschende Führung. Ein gänzlich ungewohntes Gefühl für TiMoNo, war es doch erst das zweite Gegentor der laufenden Saison. „Spannung hochfahren, Spiel verlagern“, forderte SV-Trainer Jan-Henrik Koppelmann von seinen Spielerinnen. „Mir war klar, dass Schlichthorst diesen Aufwand nicht das ganze Spiel betreiben kann“, sah Koppelkamm spätestens nach dem Ausgleich, dass das Konzept der Gäste nicht mehr aufging. Lea Siemens war auf der rechten Seite mit ihrer Schnelligkeit nicht zu halten, umkurvte Gästetorfrau Annemarie Störmer und schob zum 1:1 ins leere Tor.

Dreimal Verletzungspech

TiMoNo kam jetzt deutlich besser ins Spiel und ging durch einen Freistoß von Fenna Borde, der wohl eher als Flanke gedacht war, in Führung. Störmer unterlief den Ball, der sich hinter ihr ins Netz senkte. Noch vor der Pause konnte Anneke Kuper mit einer feinen Einzelleistung auf 3:1 erhöhen. Ihrem Solo auf der linken Seite folgte ein trockener Schuss ins kurze Eck. Die zweite Halbzeit begann wie die erste, doch dieses Mal fand die Heimelf schnell zu ihrem Spiel zurück. Gute Chancen wurden nicht genutzt, Siemens, Borde und Kuper hätten den Vorsprung ausbauen können.

Überschattet wurde die zweite Halbzeit von der schweren Verletzung der Gästespielerin Alicia Kuhlmann, die sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdrehte. Auch die eingewechselte DJK-Spielerin Antonia Röwer musste mit einer Muskelverletzung vom Feld. Beim SV traf es in der Schlussminute Lea Siemens, die im Rasen hängenblieb und ausgewechselt werden musste.

Für den Schlusspunkt des Spiels sorgte das „Küken der Mannschaft“, die 17-jährige Fenna Borde, die sich den Ball schnappte, alle Gegenspielerinnen stehen ließ und das 4:1 markierte. „Fenna Borde ist ein Phänomen. Sie ist eigentlich ein Linksfuß, wird aber zur Beidfüßigkeit trainiert“, erklärte Koppelkamm nach dem Spiel. So spielte Borde 60 Minuten lang auf der rechten Seite, ehe sie auf links beordert wurde.

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