Fußball
GW Firrel verliert nach fulminantem Start
GW Firrels Erfolgsserie ist beendet. Am Sonntag verlierte GW in der Fußball-Landesliga gegen Spitzenreiter Friesoythe mit 0:2. Firrel hat zudem einen Spieler mit Kopfverletzung zu beklagen.
Firrel - Nach drei Siegen in Serie musste GW Firrel in der Fußball-Landesliga mal wieder als Verlierer vom Platz gehen. Beim 0:2 gegen Spitzenreiter Hansa Friesoythe vor rund 200 Zuschauern zeigte der Gastgeber eine gute Leistung.
Es war ein fulminanter Start von Firrel. Nach Zuspiel von Aleksandar Radenkovic ging ein Abschluss von Manuel Suda knapp am Tor vorbei (6.). Nur 60 Sekunden später war es erneut der sehr agile Offensivspieler – der 24-Jährige ließ einen Spieler aussteigen und sein Gewaltschuss mit dem linken Fuß ging an die Unterkante der Latte. Vom Tabellenführer kam bis zu diesem Zeitpunkt wenig. So hatten die Hausherren nach einem Suda-Eckball die nächste große Möglichkeit – ein Kopfball von Radenkovic verfehlte das Tor von Gästetorwart Tiberius-Ionen Bosilca äußerst knapp. „Wir haben einen super Start hingelegt, uns nur nicht mit einem Tor belohnt“, sagte GW-Trainer Daniel Franziskus nach dem Spiel.
Firrel vertändelt Ausgleichschance
Die Gäste waren besonders über Standardsituationen gefährlich. Nach einem Eckball kam Robert Plichta zum ersten nennenswerten Abschluss, aber Schlussmann René Carstens parierte den wuchtigen Schuss des Torjägers (15.). Dann dauerte es bis zur 40. Minute: Nach einer Flanke bekam Firrel den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Plichta ließ einen Gegenspieler stehen und erzielte mit einem platzierten Schuss das eher schmeichelhafte 0:1.
Im zweiten Durchgang dann ein Spiel mit wenig spielerischem Glanz und Möglichkeiten auf beiden Seiten. Ein Suda-Freistoß aus 21 Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei (55.). Dann wurde es nochmal turbulent. In der 83. Minute hätten die Gäste für die Entscheidung sorgen können – nach einem Abpraller vergab Keven Oltmer freistehend. Auf der anderen Seite hätte es der Ausgleich sein müssen: Reinhard Grotlüschen war mit einem schönen Pass freigespielt worden und hätte nur noch zum mitgelaufenen Leon Zimmermann spielen müssen, doch seine verunglückte Ablage landete im Aus (84.).
Tor in der 12. Minute der Nachspielzeit
Wenig später verfehlte ein Direktabnahme von Rene Otto das Tor knapp (87.). In der Nachspielzeit wurde das Spiel von einer Verletzung überschattet – nach einem Luftzweikampf mit Sebastian Plog blieb Reinhard Grotlüschen mit einer Kopfverletzung am Boden liegen. Mehrere Minuten wurde der GW-Akteur behandelt, mit einer Trage vom Spielfeld gebracht und von einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Er wirkte sehr benommen.
Nach der offiziell angezeigten Nachspielzeit von sechs Minuten – der Gästetorwart Tiberius-Ionen Bosilca verspürte nach einem Zusammenstoß im zweiten Durchgang Schmerzen und musste behandelt werden – wurde die Verletzungsunterbrechung von Reinhard Grotlüsche nachgespielt. In der 101. Minute wurde Hansa-Angreifer Oltmer zu Fall gebracht und Schiedsrichter Manuel Kramer zeigte auf den Punkt. Oltmer verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:0-Endstand für die Gäste (102.). „Wir haben ein riesiges Spiel gezeigt, sind einfach nicht belohnt worden“, resümierte Franziskus. Gästetrainer Hammad El-Arab hatte ein enges Spiel gesehen. „Uns war klar, dass Firrel das Tempo aus der Anfangsphase nicht über 90 Minuten gehen kann. Am Ende ist es für mich ein verdienter Sieg“, so Friesoythes Trainer.