Fußball
Angstgegner Geestland fügt TiMoNo die erste Pleite zu
Die SG TiMoNo hat erstmals Punkte in der Frauenfußball-Oberliga abgegeben. In Geestland verlor das Team durch ein spätes Gegentor. Trainer Jan-Henrik Koppelkamm ist mit der Leistung dennoch zufrieden.
Geestland - Glück und Pech liegen im Fußball ganz dicht beieinander. Das mussten auch die Oberliga-Frauen der SG TiMoNo im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten FC Geestland erfahren. Nach ausgeglichenem Spielverlauf mussten sie zwei Minuten vor Schluss durch Ilka Buck den entscheidenden Treffer zur 0:1-Niederlage hinnehmen. Es ist nach sechs Siegen aus sechs Spielen der erste Punktverlust für die Ostfriesinnen. Geestland ist so etwas wie der Angstgeber der SG TiMoNo. Im vergangenen Jahr gab es im Pokal ein 1:2 und in der Liga ein 0:2.
Spieldaten
TiMoNo: Tews, Balssen (68. Jetses), Eden, Hamphoff, Ammermann (70. Gatena), Kuper, Siemens, Winkelmann, Borde, Murra (83. van Göns), Krull.
Tor: 1:0 Buck(88.).
„Das war ein glücklicher Sieg für uns“, bilanzierte FC-Trainer Joshua von Glahn nach Spielschluss. „Beide Abwehrreihen haben hervorragend gearbeitet und deshalb wäre auch ein Unentschieden gerecht gewesen. Durch diesen Sieg sind wir wieder dem Spitzenreiter auf den Fersen.“
Sololauf von Lea Siemens
In der Anfangsviertelstunde passierte wenig. Beide Teams belauerten sich gegenseitig und warteten auf Fehler des Gegners. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe die sonst so offensivstarken Ostfriesinnen zu ihrer ersten Torchance kamen. Ein Steilpass von Kea Winkelmann erreichte Lea Siemers, die jedoch im letzten Moment geblockt werden konnte. Im Gegenzug hatte Ilka Buck eine Tormöglichkeit, doch ihr 16-Meter-Schuss verfehlte deutlich das Ziel. Die nächste Möglichkeit auf Seiten der Gastgeberinnen hatte kurz vor der Halbzeit Pia Rake, als sie allein vor Gästetorhüterin Anna-Marie Tews auftauchte. Diese bewahrte jedoch durch eine großartige Fußabwehr ihr Team vor einem Rückstand. Im Gegenzug ließ Lea Siemens drei Abwehrspielerinnen des Gastgebers wie Slalomstangen stehen, ihr strammer Schuss zischte jedoch nur knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei.
Die zweite Hälfte begann mit einem gut getimten Kopfball der aufgerückten Stella Krull, der nur knapp das Ziel verfehlte. In der 73. Spielminute schien dann die Führung der Gastgeberinnen fällig, aber gleich zwei Spielerinnen verpassten um Haaresbreite eine scharf hereingegebene Rechtsflanke. Als sich alle schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, erzwangen die Gastgeberinnen zwei Minuten vor Schluss die Entscheidung. Als der Tabellenführer sich in der Vorwärtsbewegung befand, fing Kapitänin Alicia Kersten ein schlampiges Zuspiel ab und sprintete auf der rechten Seite die Linie entlang. Ihre punktgenaue Flanke drückte am zweiten Pfosten die völlig frei stehende Ilka Buck zum entscheidenden 1:0 über die Linie.
Trotz der Niederlage war Trainer Jan-Henrik Koppelkamm mit der Performance seines Teams sehr zufrieden: „Wir standen hinten gut und haben nur sehr wenig zugelassen. Es ist sehr bitter, dass eine Unachtsamkeit in der Abwehr so brutal bestraft wurde.“ An den nächsten zwei Wochenenden hat der Tabellenführer spielfrei, bevor am 7. November in Ahlerstedt das nächste Spitzenspiel stattfindet.