Landwirtschaft

Kälte und Nässe bremsen die Maisernte aus

Jacqueline Stöppel
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Von Jacqueline Stöppel
| 18.10.2021 19:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auch wenn sich die Ernte verzögert hat, sind die Landwirte bisher mit den Erträgen zufrieden. Foto: Gabbert/dpa
Auch wenn sich die Ernte verzögert hat, sind die Landwirte bisher mit den Erträgen zufrieden. Foto: Gabbert/dpa
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Das Frühjahr legte dem Mais-Anbau einige Steine in den Weg und sorgte für leichte Verzögerungen. In Ostfriesland bleibt man trotzdem zuversichtlich.

Hannover/Ostfriesland - Feuchte Felder und ein durchwachsener Sommer haben die Maisernte auf einigen Feldern Niedersachsens verzögert. Viele Landwirte mussten ihre Arbeit unterbrechen, weil es noch zu feucht war, teilte das Landvolk am Montag in Hannover mit. Die Ernte liege bereits zwei Wochen hinter dem Vorjahreszeitraum. Regional sind die Unterschiede in der Reife groß: Der Norden sei später dran als der Rest Niedersachsens.

In Ostfriesland betrachtet man die derzeitige Lage jedoch noch relativ entspannt. Maren Ziegler, Geschäftsführerin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Landvolk-Kreisverbands Norden-Emden, bestätigte unserer Redaktion auf Nachfrage die leichte Verzögerung. Sie machte aber auch deutlich, dass die Maisernte derzeit wieder an Fahrt aufnehme. „Zwar haben viele Landwirte erst später mit der Ernte starten können, aber jetzt läuft sie. In den vergangenen Tagen konnte man viele Kolonnen beobachten.“

Regen und Kälte verzögern Wachstum

Der Grund für den Verzug sei bereits im Frühjahr dieses Jahres zu finden: Normalerweise werde der Mais Ende April oder Anfang Mai gelegt. „Das haben die Temperaturen jedoch nicht hergegeben. Mais mag es gerne warm und bevorzugt eine Mindestbodentemperatur von etwa 8 Grad. Die hatten wir im Mai leider noch nicht“, so Ziegler. Dadurch und durch einige Regenperioden hätte sich die Entwicklung der Pflanzen verzögert, wodurch sich auch der Start der Ernte nach hinten verlagert habe.

Dass es zwar noch einiges zu tun gebe, man im Großen und Ganzen aber zuversichtlich sei, bestätigte auch Udo Hattermann von der Bezirksstelle Ostfriesland der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Die Maisernte ist in vollem Gange. Trotzdem gibt es noch viele Flächen, die geerntet werden müssen“, so der Leiter der Fachgruppe Pflanze.

Ertrag bisher zufriedenstellend

Mais werde in viele verschiedene Reifegrade unterteilt, die entsprechend zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr gelegt würden – meist jedoch Ende April oder Anfang Mai. „Aufgrund der niedrigen Temperaturen hat sich das aber teilweise bis in den Juni verschoben“, sagt Hattermann. Darüber hinaus erschwerten die aktuellen Regenperioden das Befahren der Felder und sorgten für eine zusätzliche Verzögerung. „Ein Befahren der nassen Flächen kann außerdem zu Bodenverdichtungen führen, und das möchte man natürlich vermeiden“, so Hattermann.

Mit dem Ertrag sind die niedersächsischen Bauern laut Landvolk und Landwirtschaftskammer bisher ebenfalls zufrieden. Über die Qualität lasse sich aber noch keine Angabe machen. Auf etwa 610.000 Hektar Fläche werden in Niedersachsen überwiegend Silomais, aber auch reiner Futtermais angebaut.

Mit Material von DPA

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