Verkehrsexperiment beendet
Emder Friedrich-Ebert-Straße in Kürze wieder beidseitig befahrbar
Ab Donnerstagnacht soll die Friedrich-Ebert-Straße wieder beidseitig befahrbar sein. Damit beendet die Stadt Emden frühzeitig nach viel Kritik aus der Bevölkerung ein Verkehrsexperiment.
Emden - Jetzt rudert die Stadt Emden zurück: Die „unechte Einbahnstraße“ in der Friedrich-Ebert-Straße wird an diesem Donnerstag ab 22.30 Uhr nicht mehr gelten. Erst am 8. Oktober hatte die Stadt das Verkehrsexperiment gewagt, nachdem Anwohner sich über zu viel Verkehr beschwert hatten. Weil die Neutorstraße eine Einbahnstraße ist, waren viele Autofahrer auf die enge Friedrich-Ebert-Straße ausgewichen. Die Stadt habe das Experiment genau beobachtet, die Zahlen würden aber gegen eine Weiterführung dessen sprechen.
„Die Zahlen machen deutlich: Während die Friedrich-Ebert-Straße eine unechte Einbahnstraße war, waren etwa genauso viele Fahrzeuge in Richtung Norden unterwegs, wie vorher. Währenddessen hat sich die Zahl der PKW in der Brückstraße in Richtung Hinter der Halle von 1013 auf 2251 (im Tagesmittel) erwartungsgemäß nahezu verdoppelt“, heißt es in einer Pressemitteilung am Donnerstagvormittag.
Wartezeiten von bis zu drei Minuten hätten sich dadurch beim Abbiegen auf die Faldernstraße ergeben. „Die am 12. Oktober 2021 aufgrund eines Defektes notwendige Sperrung der Faldernbrücke hat nochmal besonders deutlich gemacht, wie wichtig die beidseitige Befahrbarkeit der Friedrich-Ebert-Straße als Bypass zur Faldernstraße ist“, so die Stadt.