Corona

Nachimpfung für „Johnson & Johnson“-Geimpfte – wo gibt’s Termine?

Andreas Ellinger
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Von Andreas Ellinger
| 21.10.2021 18:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson (J&J) gegen das Corona-Virus auf. Die Ständige Impfkommission empfiehlt J&J-Geimpften neuerdings Nachimpfungen. Foto: Kumm/dpa
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson (J&J) gegen das Corona-Virus auf. Die Ständige Impfkommission empfiehlt J&J-Geimpften neuerdings Nachimpfungen. Foto: Kumm/dpa
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Die Stiko hat eine weitere Impfempfehlung gegen das Corona-Virus herausgegeben. Wie kommt man als „Johnson & Johnson“-Geimpfter an einen Hausarzt-Termin für eine Biontech- oder Moderna-Impfung in Ostfriesland?

Ostfriesland - Wer mit „Johnson & Johnson“ (J&J) gegen das Corona-Virus geimpft ist, kann sich – frühestens vier Wochen nach dem Impftermin – mit einem mRNA-Impfstoff nachimpfen lassen. Also mit Biontech oder Moderna. So empfiehlt es die Ständige Impfkommission (Stiko) seit Montag.

Laut Robert-Koch-Institut werden bei J&J-Geimpften im Verhältnis zur Zahl der Impfungen die meisten Impfdurchbruchs-Erkrankungen festgestellt – Covid-19-Fälle. Zudem sei „im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante beobachtet“ worden.

Versuch einer Nachimpfung in Ostfriesland gescheitert

Den Entwurf der Nachimpfungs-Empfehlung hatte die Stiko bereits am 7. Oktober vorgestellt. Ein J&J-geimpfter Leser unserer Zeitung hat berichtet, dass er schon in der vergangenen Woche versucht habe, bei seinem Hausarzt einen Termin für eine mRNA-Impfung zu bekommen. Dort sei ihm gesagt worden, dass die Corona-Impfungen erstmal abgeschlossen seien und jetzt gegen Grippe geimpft werde.

Die Landesregierung kennt das Problem: „Dem Gesundheitsministerium liegen vereinzelte Rückmeldungen vor, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte weniger Covid-Schutzimpfungen durchführen“, schreibt das Ministerium auf Anfrage. Aber: „Ein Zusammenhang mit den Grippeschutzimpfungen ist uns nicht bekannt.“ Das Ministerium geht von „Einzelfällen“ aus.

Wie können Impf-Ärzte oder Impfteam-Termine gefunden werden?

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) sieht das ähnlich: „Bei dem von Ihnen geschilderten Vorgang wird es sich um einen Einzelfall handeln“, so Dieter Krott, Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Aurich. Vergangene Woche seien landesweit rund 83.000 und in Ostfriesland 5257 Corona-Impfungen in Arztpraxen realisiert worden. „Das ist der bisherige Höchststand nach der Schließung der Impfzentren.“ Die Corona-Impfungen würden in den Praxen fortgesetzt.

Das Ministerium informiert: „Unter www.arztsuche-niedersachsen.de können Praxen gefunden werden, die Covid-Schutzimpfungen anbieten.“ Zudem würden mobile Impfteams auch Auffrischungsimpfungen vornehmen – in der Regel ohne vorherige Terminabsprache: „Die Landkreise und kreisfreien Städte sind angehalten, Ort und Zeit der dezentralen Impfaktionen zu veröffentlichen“ – im Internet: www.impfen-schuetzen-testen.de .

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