Brandschutz
Jennelt: Grundschule und LAK sollen sich Werkraum teilen
Um Brandschutz-Bestimmungen einhalten zu können, sollen sich die Jennelter Grundschulkinder nach den Ferien einen Werkraum mit der LAK teilen. Außerdem stehen jetzt noch Bauarbeiten an.
Jennelt - Schon nach den Herbstferien sollen sich die Grundschule Jennelt und die Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte (LAK) einen gemeinsamen Werkraum in der Schule teilen, bestätigt dessen Direktorin Jutta Lerche-Schaudinn auf Nachfrage unserer Zeitung. Damit reagiert die Gemeinde Krummhörn auf die bereits vor zwei Jahren festgestellten Brandschutz-Mängel, über die die Schule jedoch erst Anfang vergangenen Monats Informationen bekam. Weil ein zweiter Fluchtweg fehlt, stehen seitdem deshalb mehrere Räume im Obergeschoss nicht mehr zur Verfügung.
Was und warum
Darum geht es: Die Gemeinde Krummhörn hat sich für eine zumindest vorübergehende Lösung entschieden, um den Brandschutz-Mängeln in der Grundschule Jennelt zu begegnen.
Vor allem interessant für: Eltern mit Kindern, die die Grundschule Jennelt besuchen sowie alle, die Angebote der LAK nutzen
Deshalb berichten wir: Wir sind durch einen anderen Medienbericht auf die jetzige Entscheidung aufmerksam geworden und haben selbst noch einmal nachgefragt. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Bürgermeister Frank Baumann (SPD) habe zunächst vorgeschlagen, dass die LAK komplett ausziehen und ihre Werkstatt ausschließlich der Schule zur Verfügung stellen soll. Die Direktorin habe sich dann jedoch zu einer gemeinsamen Nutzung mit der LAK bereit erklärt, damit der Verein nicht seinen Raum verliert. Dass der Umzug nun so schnell kommt, habe man allerdings nicht erwartet. Am Donnerstag vor den Ferien habe die Bauamtsleiterin Ina Droll-Dannemann sie darüber informiert, dass der Schulwerkraum zugunsten der derzeit in der Bibliothek untergebrachten Leseinsel in den LAK-Werkraum umziehen soll. Gleichzeitig sei sie gefragt worden, welches Mobiliar bis dahin vom Bauhof umgeräumt werden soll. „Als wären da nur einige Möbel hin- und herzuschieben...“
Umzug kam Schulleiterin zu plötzlich
Ihrer Meinung nach hätte der Umzug langfristig vorbereitet werden müssen. „Es müssen alle Beteiligten (Schulträger, LAK-Kursleiter, Lehrkräfte und Schulleitung) zusammenkommen, um diese Zusammenlegung zu planen und umzusetzen. Leider wurde das bis dato versäumt.“ Auch wäre es ihr eigentlich lieber, dass ein Container aufgestellt oder besser noch ein zweiter Fluchtweg im Obergeschoss geschaffen wird, um wieder mehr Platz zu erhalten. Das Problem mit den Containern ist allerdings, dass man zwar grundsätzlich auf der Suche nach ihnen sei, aber dass die Lieferzeiten lang seien, so Bürgermeister Baumann.
Christine Schmidt, die Geschäftsführerin der LAK, klingt hingegen optimistischer, als unsere Zeitung sie auf die Idee mit der gemeinsamen Raumnutzung anspricht. Grundsätzlich würden sich die Kurszeiten der LAK und die regulären Schulzeiten nämlich nicht überschneiden, wodurch schon mal ein Problem wegfalle. Allerdings müsse man noch Fragen klären, wie diese gemeinsame Nutzung im Detail ermöglicht werden kann und wie man den Raum für die jeweils anderen Nutzer zurücklassen muss. Auch hatte Schmidt uns schon Anfang September gesagt, dass sich Brennöfen in der LAK-Werkstatt befinden und gegebenenfalls diesbezüglich Sicherheitsfragen geklärt werden müssen.
Ferien werden für Bauarbeiten genutzt
Weil der LAK in der Vergangenheit auch schon andere Bereiche in dem Schulgebäude ganz weggebrochen seien, müsse man nun allerdings auch längerfristig in die Zukunft blicken. So sei auch noch immer unklar, ob die Schule angesichts verschiedener Mängel in den nächsten Jahren kernsaniert werden soll oder ob ein Neubau entsteht.
Auch jetzt in den Ferien stehen deshalb wieder verschiedene Arbeiten an. „Momentan werden in einigen Klassenräumen neue Fenster eingebaut, um Stoßlüftungen möglich zu machen. Die Decken der Klassenräume wurden irgendwann nach unten versetzt, so dass die Fenster nicht mehr zu öffnen waren“, schreibt die Direktorin. Außerdem gebe es einen Klassenraum, der für ein hörgeschädigtes Kind optimiert werden soll. „Nach Auskunft des Schulträgers soll darin eine neue Decke, die den Schall absorbiert, eingebaut werden.“ Experten hätten festgestellt, dass vor allem eine Glasfront dafür verantwortlich sein soll, dass die gemessenen Nachhallzeiten jetzt nicht der Norm entsprechen. Wenn also darin gesprochen wird, hallen die Stimmen zu lange nach, was die Verständigung schwieriger macht.