Verkehr
Verkehr in Emden: Neue Schwellen teilen jetzt die Neutorstraße
Die Stadt Emden setzt in der Neutorstraße noch eins drauf: Sogenannte Separatoren sollen den Verkehr besser voneinander trennen und die Autos leiten.
Emden - Die Stadt hat dem umstrittenen Verkehrsexperiment in der Neutorstraße in Emden buchstäblich noch eins drauf gesetzt: Sie ließ am Montag Schwellen in der Mitte der Fahrbahn aufbringen, die die Fahrspur für Autos noch deutlicher von den Bereichen für Radfahrer und Fußgänger trennen sollen. Damit soll der gesamte Verkehr besser geleitet werden, teilte die Pressestelle der Stadt dieser Zeitung auf Nachfrage mit.
Bisher waren die Fahrspuren für Autos und Radfahrer nur durch gelbe Streifen markiert, die viele Verkehrsteilnehmer anfangs noch irritiert hatten. Nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen hatten sich diese Markierungen teilweise schon gelöst. Sie bleiben aber, so die Stadt.
Auch bei Dunkelheit sichtbar
Die neuen Schwellen, die im Fachjargon Separatoren genannt werden, sind etwa fünf Zentimeter hoch und können im Notfall überfahren werden. Durch aufgebrachte Reflektionsstreifen sollen sie auch bei Dunkelheit oder bei schlechter Witterung sichtbar sein. Die Schwellen sollen aber nicht die gegenwärtige Verkehrsführung in der Neutorstraße zementieren, also unverrückbar und endgültig machen, so die Stadt. Sie ließen sich einfach und schnell wieder beseitigen.
Das Experiment in der Neutorstraße läuft seit Ende August. Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, soll es noch bis zum März des kommenden Jahres dauern. Eine weitere Stufe des Versuchs soll am 6. Dezember umgesetzt werden – vorausgesetzt, die Politik stimmt zu. Vom Nikolaustag an soll die Richtung der Einbahnstraße für drei Monate umgekehrt werden. Autos können dann nur noch von der Straße Agterum in Richtung Rathausplatz fahren. Das heißt auch, dass Autos wieder von der Straße Agterum nach rechts in die Neutorstraße abbiegen können.
Die zurzeit gesperrte Trogstrecke der Südumgehung soll dann wieder für den Verkehr geöffnet sein. Sie wird laut Ankündigung der Stadt am 26. November freigegeben und den Winter über befahrbar sein.
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