Corona in Ostfriesland

Corona-Ausbruch im Leeraner Alten- und Pflegeheim

27.10.2021 16:38 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Landkreis Leer wurden zahlreiche Neuinfektionen festgestellt. Foto: Techt/DPA
Im Landkreis Leer wurden zahlreiche Neuinfektionen festgestellt. Foto: Techt/DPA
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Die Corona-Zahlen im Landkreis Leer sind stark angestiegen. Ein Grund ist ein Ausbruch in einem Leeraner Alten- und Pflegeheim. Außerdem gibt es Fälle in einer größeren Firma im Umkreis.

Landkreis Leer - Die Zahl der Neuinfektionen steigt bundesweit weiter an. „Auch der Landkreis Leer ist von einer vierten Infektionswelle betroffen und verzeichnet aktuell dynamisch ansteigende Fallzahlen“, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Sieben-Tages-Inzidenz wurde beim RKI am Mittwoch mit 60,6 ausgewiesen und liegt erstmals wieder über der Marke von 50. Dabei stehe neben einem Teil des Südkreises auch die Stadt Leer im Fokus. „Hier ist aktuell ein größeres Infektionsgeschehen in einem Alten- und Pflegeheim im Stadtgebiet aufgetreten“,heißt es weiter.

Dem Gesundheitsamt sei am 18. Oktober eine Corona-Infektion in dem Alten- und Pflegeheim gemeldet worden. „Trotz hoher Infektionsstandards und einem guten Hygienekonzept des Heimes“ habe sich mittlerweile bei 13 Bewohnern sowie bei drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Coronainfektion bestätigt. „Alle Mitarbeiter und Bewohner wurden zuletzt am Montag auf Veranlassung des Gesundheitsamtes im PCR-Verfahren abgestrichen“, heißt es weiter. Mehr als 80 Prozent von Bewohnern sowie Mitarbeitenden verfügen über einen vollständigen Corona-Impfschutz. Eine Einschätzung zum weiteren Verlauf der Erkrankungen könne die Gesundheitsbehörde nicht geben. Besucher und externe Dienstleister dürfen das Heim derzeit nicht betreten.

Viele Neuinfektionen bei einer größeren Firma

„Eine Vielzahl an Neuinfektionen aus den Gemeinden Rhauderfehn und Westoverledingen sowie der Stadt Weener sind bei einer größeren Firma im Umkreis beschäftigt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Um welches Unternehmen es sich handelt, teilte die Behörde auch auf Nachfrage nicht mit. Durch die Infektionen komme es nicht selten zu weiteren Fällen in der Familie.

Rund zwei Drittel aller Neuinfektionen im Kreisgebiet verfügen laut Kreisverwaltung über keinen beziehungsweise keinen vollständigen Impfschutz. Der landesweit gültige Leitindikator „Hospitalisierung“ sowie der Indikator „Intensivbetten“ lägen mit 2,7 sowie 4,2 Prozent noch unterhalb einer ersten Warnstufe.

Die Kreisverwaltung rechnet auch für die kommenden Tage mit einem Anstieg der Zahlen. Liegt der Leitindikator „Neuinfizierte“ – also die Sieben-Tages-Inzidenz – im Landkreis Leer auch an den kommenden vier Werktagen in Folge über 50, ist in der kommenden Woche mit der Umstellung auf die 3G-Regel für bestimmte Bereiche zu rechnen, die das Land dann vorsieht.

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