Angebot
Auf dem Emder Wochenmarkt gibt es wieder Suppe
Überraschung auf dem Emder Wochenmarkt: Es gibt wieder einen Suppenstand. Ist das Angebot von Dauer? Wir haben mit dem Betreiber über seine Pläne gesprochen.
Emden - Das Interesse am Suppenstand von Kevin Vohlken auf dem Emder Wochenmarkt ist am Dienstagvormittag groß: Immer wieder bleiben Kunden stehen und erkundigen sich nach seinem Angebot. „Sind Sie jetzt immer hier?“, „Kann ich einen eigenen Behälter mitbringen?“ und „Die Erbsensuppe ist doch nicht vegetarisch, oder?“ – Die Kunden haben viele Fragen. Der langjährige Suppenverkäufer Joerg Theilen, der sich wegen der Corona-Auflagen vor gut einem Jahr vom Emder Wochenmarkt zurückgezogen hatte, hinterließ bei den Suppenfreunden in der Stadt eine große Lücke. Der Verkaufswagen „Der kleine Adler“ des Emder Hotels und Restaurants „Goldener Adler“ verkaufte zwischenzeitlich warme Mahlzeiten, ist aktuell aber nicht mehr auf dem Wochenmarkt vertreten.
Umso größer ist die Freude über das neue Angebot: „Ich befürworte es sehr, dass es wieder einen Suppenstand gibt“, sagt Marktsprecher Hayo de Wall. „Das ist sehr wichtig für den Wochenmarkt. Die Kunden haben den Suppenstand, beziehungsweise überhaupt einen Imbiss, sehr vermisst“, so de Wall. „Man traf sich dort immer und hat Klönsnack gehalten.“ Deshalb habe man sich auch seitens der Marktbeschicker dafür eingesetzt, dass es wieder ein derartiges Angebot gebe. „Der Suppenstand ist eine tolle Ergänzung für unseren Wochenmarkt“, wird Marktmeisterin Anja Strohdiek-Münch in einer Mitteilung der Stadt Emden zitiert.
Größeres Suppen-Angebot denkbar
Der neue Suppenverkäufer Kevin Vohlken plant, sich mit seinem Stand dauerhaft auf dem Emder Wochenmarkt zu etablieren. Er ist ab sofort immer dienstags und freitags da. Weitere Standorte sind erstmal nicht geplant. „Ich mache das nebengewerblich“, sagt Vohlken. Außerdem ist er bei der Bäckerei Ripken aus Augustfehn (Landkreis Ammerland) angestellt. Als Mitarbeiter der Bäckerei war Vohlken schon oft auf dem Wochenmarkt. „Viele Kunden haben gesagt, dass sie das Angebot wiederhaben wollen“, so Vohlken. Mehr als ein halbes Jahr wartete er auf seinen Wagen: „Der ist ganz neu. Wegen der Corona-Pandemie hat es etwas länger gedauert, bis er fertig war“, so Vohlken. Im Angebot hat er immer eine Erbsensuppe und eine weitere Suppe. „Eventuell kommt mit der Zeit auch ein drittes oder ein vegetarisches Angebot dazu, ich muss nun erst einmal gucken, was die Leute nachfragen“, so Vohlken.
Über mangelnde Nachfrage konnten sich die Marktbeschicker in den vergangenen Monaten nicht beklagen: Der Emder Wochenmarkt war auch in der Corona-Pandemie gut besucht, wie die Händler im Oktober gegenüber unserer Zeitung bekundeten. Die Sorge von Marktsprecher Hayo de Wall, dass durch Aufgaben aus Altersgründen bald weniger Stände auf dem Markt vertreten sein werden, teilte die Stadt damals nicht: „Wir bleiben an der Vermarktung des Wochenmarktes dran und sind zuversichtlich, dass es weitere interessante Neuzugänge in naher Zukunft geben wird“, betonte Stadtsprecher Eduard Dinkela im Oktober gegenüber unserer Zeitung. Informationen unserer Zeitung, dass in naher Zukunft mindestens ein weiteres gastronomisches Angebot auf den Wochenmarkt kommen soll, konnte die Pressestelle der Stadt am Dienstag auf Nachfrage nicht bestätigen.