Stadtentwicklung

Am Hafenkopf in Leer rollen die Bagger

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 11.11.2021 18:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Endlich geht es los: Die Arbeiten am Hafenkopf haben begonnen. Foto: Nording
Endlich geht es los: Die Arbeiten am Hafenkopf haben begonnen. Foto: Nording
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Die Arbeiten am Hafenkopf in Leer haben begonnen. Der Start hatte sich lange verzögert. Ein Gutes hatte das Warten aber doch.

Leer - Es tut sich etwas am Hafenkopf in Leer: Seit einigen Wochen sind Bagger am Bereich des Hafens in der Nachbarschaft der Polizei unterwegs. Die Arbeiten sind endlich gestartet. Seit Jahren planen die Investoren vom Projektentwicklungsbüro Terfehr aus Rhede und Leda-Immobilien aus Leer in dem Bereich ein attraktives Quartier mit zwei großen Wohn- und Geschäftshäusern, außerdem soll eine Promenade mit gastronomischem Angebot und hoher Aufenthaltsqualität entstehen.

Was und warum

Darum geht es: Die Pläne am Hafenkopf haben schon Staub angesetzt. Nun werden sie endlich in die Tat umgesetzt.

Vor allem interessant für: Leeraner und Besucher, die gern um den Hafen spazieren.

Deshalb berichten wir: Der Hafenkopf ist ein sehr markanter Ort in Leer. Die Umgestaltung ließ lange auf sich warten. Nun sind die Bagger endlich zu sehen.

Die Autorin erreichen Sie unter: n.nording@zgo.de

„Mittlerweile liegen die Genehmigungen für unseren Teil der Hafenkopf-Bebauung vollständig vor“, teilt die Firma Terfehr auf Nachfrage mit. Derzeit werde die Kampfmittelsondierung durchgeführt, was man aktuell auf dem Baufeld sehen kann. „Das ist in den letzten Zügen“, bestätigt Terfehr-Geschäftsführer Johannes Kirchner. Parallel liefen die Ausschreibungen und Vergabemodalitäten für den Wasserbau, das heißt für alle Leistungen, die für die Erstellung der Uferpromenade notwendig sind.

So soll der Hafenkopf demnächst aussehen. Grafik: Gärtner + Christ Gbr
So soll der Hafenkopf demnächst aussehen. Grafik: Gärtner + Christ Gbr

Von der Stadt gelernt

Ein Gutes hatte die Verzögerung des Starts: Für die Promenade haben die Investoren noch einmal umgedacht. „Aufgrund der negativen Erfahrungen der Stadt Leer mit den Bodenverhältnissen im Bereich der städtischen Promenade haben wir entschieden, weitere Bodensondierungen durchzuführen. Die Ausführung erfolgt, sobald die Kampfmittelsondierung abgeschlossen ist“, teilt das Unternehmen mit.

Die Arbeiten der Stadt Leer an der Uferpromenade vor dem Hotel „Hafenspeicher“ mussten im vergangenen Jahr unterbrochen werden, weil sich schon eingerammte Elemente der Spundwand in Richtung Hafenbecken verschoben hatten, nachdem zwischen der Spundwand und dem Ufer Sand verfüllt wurde. Die Spundwände hätten deutlich tiefer in den Boden getrieben werden müssen, um ihnen die nötige Stabilität zu geben. Diese Erfahrung will Terfehr nicht machen müssen.

Auch an der Uferpromenade geht es weiter voran. Foto: Bothe
Auch an der Uferpromenade geht es weiter voran. Foto: Bothe

Verzögerung an Promenade

An der Uferpromenade hat es derweil erneut kleine Verzögerungen gegeben. „Die Betonbauarbeiten für den Betonholm wurden durch das regnerische Wetter mit leichten Verzögerungen aufgenommen. Aktuell werden die Bewehrungskörbe eingebaut und in Kürze erfolgt die erste Betonnage“, teilt die Stadt mit. Innerhalb der nächsten 14 Tage werden die vorbereitenden Erdarbeiten für die Rampenanlage zur Ledastraße erfolgen. Im Anschluss werden die Betonarbeiten für die Rampenanlage ausgeführt, teilt die Stadt mit.

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Seit Jahren sollen die Uferpromenade und besonders der Hafenkopf verschönert werden. Ursprünglich hatten die Investoren damit gerechnet, 2017 ihre Arbeiten beginnen zu können. Doch das klappte nicht. Ein Grund für die Verzögerung war ein Streit zwischen Stadt und Landkreis, wie mit Altlasten auf einem Nachbargrundstück umzugehen ist.