Berlin
„Aktenzeichen XY“: Alfred Hettmer zu ersten Hinweisen und Fall aus Bad Essen
Nach „Aktenzeichen XY“ informiert Kommissar Alfred Hettmer wieder im Video über die Hinweislage. Dabei äußert er sich auch noch einmal zum Fall aus Bad Essen.
Ausgerechnet bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ sind am Mittwochabend die Studiotelefone ausgefallen. Die Fahndungssendung konnte aber trotzdem Hinweise und Ergebnisse der Zuschauer entgegennehmen. Zumindest über die eingeblendeten Nummern der ermittelnden Polizeidirektionen konnten mögliche Zeugen der vorgestellten Fälle ihre Beobachtungen übermitteln.
Aktenzeichen XY: Erste Hinweise und Ergebnisse
Wie gewohnt, informiert Alfred Hettmer nach der Sendung über die Hinweislage am Tag nach er Ausstrahlung. Im Facebook-Video geht er auch noch einmal auf den Vermisstenfall aus Bad Essen ein, den die Osnabrücker Polizei schon vor der Ausstrahlung aufklären konnte.
Kripo Münster: Unerklärliche Todesschüsse
Im ersten Fall der Sendung suchte die Kripo Münster nach dem Täter, der am 10. Dezember 2020 den 34-jährigen Thomas A. aus Ahlen (Kreis Warendorf) mit einem Kopfschuss getötet hat - wenige Meter vor der Haustür des Opfers. Die Kripo Münster geht von einem persönlichen Motiv aus: Die Tageseinnahmen des Imbiss-Betreibers wurden am Tatort zurückgelassen.
Schon während der Sendung erreichen „einige Anrufe mit interessanten Hinweisen“ die Kripo in Münster. Die zuständige Ermittlerin zeigte sich in der Zwischenabfrage zuversichtlich - auch wenn ein wichtiger Zeuge weiter gesucht wird. In der Tatnacht hatten Überwachungskameras einen weißen SUV gefilmt. Der Fahrer, der wichtige Beobachtungen gemacht haben könnte, hat sich weiterhin nicht gemeldet.
Cold Case der Kripo Ansbach
Vor beinahe 30 Jahren ist im bayrischen Gunzenhausen Lissy L. verschwunden. Die damals 30 Jahre alte Frau wird am 1. Juli 1992 zum letzten Mal gesehen; zwei Tage bemerken Freunde ihr Auto am Ortsrand. Was den Altfall zusätzlich rätselhaft macht: Lissys Ex-Freund gibt an, dass er und seine neue Freundin Anrufe erhalten haben, die darauf schließen ließen, dass Lissy beobachtet wurde. Die Kripo Ansbach geht von einem Verbrechen aus.
Am Ende von „Aktenzeichen XY“ meldet Alfred Hettmer vom LKA München nun eine „recht gute Resonanz“ zum Cold Case. Etwa 20 Hinweise seien bei der Kripo in Ansbach eingegangen. Darunter seien Zeugen aus der Zeit der ersten Ermittlungen gewesen, die ihre Aussagen aus den 90er Jahren ergänzen konnten. Aber auch neue Zeugen seien dabei gewesen - mit Angaben, die von den Ermittlern zunächst als interessant gewertet werden.
Vermisstenfall Dustin aus Niedersachsen
In einem Fall war eine Zuschauerbeteiligung gar nicht mehr nötig: Eigentlich wollte die Polizei Osnabrück mit dem Vermisstenfall Dustin aus Bad Essen ins Studio kommen. Der Elfjährige wurde seit September vermisst; einen Tag vor der Ausstrahlung aber wurde der Junge gefunden und ist wohlauf. Wie die Polizeiinspektion Osnabrück mitteilte, wurde der er in einer Wohnung im bayrischen Bad Bocklet (Landkreis Bad Kissingen) aufgespürt. Die Hintergründe des Verschwindens werden derzeit noch aufgeklärt. Dustin wurde vor Ort in die Obhut des zuständigen Jugendamtes übergeben. „XY freut sich über diesen Erfolg und dass der Junge gesund aufgefunden wurde“, ließen sich Rudi Cerne und seine Redaktionsleiterin Ina-Maria Reize zitieren. Mehr zur Fahndung lesen Sie hier.