Aurich
Enercon-Innovationszentrum wächst
Am Auricher Stadtrand entsteht ein riesiger Forschungskomplex. Die Eröffnung ist für den Spätsommer geplannt. Rund 700 Ingenieure sollen dort für den Windkraftanlagenhersteller an Neuentwicklungen forschen.
Aurich - Weltweit haben aktuell noch drei, vier Firmen einen höheren Anteil im Windkraftanlagen-Markt als Enercon. In Europa und vor allem in Deutschland sind die Auricher die Nummer eins. Doch immer wieder betont Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig, dass dem Unternehmen etwas anderes noch weit wichtiger ist: weltweit die innovativsten und fortschrittlichsten Produkte anzubieten. Enercon hat den Selbstanspruch, den Mitbewerbern in punkto Technologie mindestens anderthalb Nasenlängen voraus zu sein – und um die Konkurrenz abzuhängen, legt der Konzern nun noch eine Schippe drauf.
Im Auricher Industriegebiet Nord entsteht zurzeit das nagelneue Innovationszentrum, eine Hochtechnologie-Forschungseinrichtung, die es in Ostfriesland in dieser Dimension noch nicht gibt. Noch für diesen Spätsommer ist die Eröffnung geplant. Rund 700 schlaue Köpfe sollen für Enercon an neuen Produkten, effizienterer Technik, Detail-Verbesserungen und cleveren Problemlösungen tüfteln. Damit wächst die Zahl der Entwickler in der Wobben Research & Development (WRD), der Forschungsabteilung von Enercon, deutlich. Im aktuellen „Windblatt“, dem firmeneigenen Magazin, hat das Unternehmen den Neubau vorgestellt.
„Schneller und flexibler“ will Enercon auf etwaige Marktveränderungen reagieren können, sagt WRD-Chefin Nicole Fritsch-Nehring, „und wir steigern damit erheblich unsere Innovationsstärke“. Direkt an den gigantischen Hallen der neuen Rotorblattfertigung entsteht ein Komplex mit Versuchshallen und Büros, insgesamt etwa 30 000 Quadratmeter groß, für die Forschungs- und Entwicklungsingenieure. „Das Hallenkonzept bietet Platz für modernste Testeinrichtungen und Labore im Blattbereich, in der Akustik, Leistungselektronik, Generatortechnik und der gesamten Anlagentechnik“, heißt es von Enercon.