Frankfurt/Main (dpa)

Frankfurt muss nach Remis gegen Antwerpen warten

Von Eric Dobias, dpa
 | 25.11.2021 23:07 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Antwerpens Michael Frey kommt vor dem Frankfurter Timothy Chandler (r) an den Ball. Foto: Arne Dedert/dpa
Antwerpens Michael Frey kommt vor dem Frankfurter Timothy Chandler (r) an den Ball. Foto: Arne Dedert/dpa
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Eintracht Frankfurt wollte alles klar machen, um schon für das Achtelfinale in der Europa League zu planen. Doch Royal Antwerpen macht den Hessen das Leben schwer.

Eintracht Frankfurt hat den vorzeitigen Gruppensieg in der Europa League verpasst und muss um den direkten Einzug ins Achtelfinale zittern.

Der hessische Fußball-Bundesligist kam nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung gegen den belgischen Vertreter Royal Antwerpen nur zu einem 2:2 (1:1) und benötigt im Gruppenfinale am 9. Dezember bei Fenerbahce Istanbul mindestens einen Punkt, um die Playoffs zu überspringen und das Ticket für die Runde der letzten 16 Teams zu lösen.

Vor 30.000 Zuschauern brachte Daichi Kamada die Eintracht in der 13. Minute in Führung, doch Radja Nainggolan (33.) und Ally Samatta (88.) drehten die Partie. Der eingewechselte Gonçalo Paciência (90.+4) rettete zumindest einen Punkt.

Glasner lobt Moral

„Dass wir wieder zurückgekommen sind, zeigt mal wieder unsere tolle Moral“, lobte Eintracht-Trainer Oliver Glasner im TV-Sender RTL. „Es ist noch nicht fix Platz eins, aber zumindest wird uns jetzt ein Unentschieden reichen. Von daher war es noch ein ganz wichtiges Tor.“ Torhüter Kevin Trapp ärgerte sich hingegen über die verpasste Chance: „Es wäre mehr drin gewesen, wenn wir es 90 Minuten durchgezogen hätten.“

Nach dem jüngsten 2:0-Sieg in der Bundesliga beim SC Freiburg vertraute Glasner der gleichen Startformation, die forsch und selbstbewusst begann. Allerdings fehlte es zunächst an der nötigen Präzision. Die Führung fiel daher etwas überraschend. Timothy Chandler flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Kamada völlig frei direkt verwandelte. Es war bereits das dritte Tor für den Japaner in dieser Europa-League-Saison.

Spielkontrolle, aber keine Leichtigkeit

Die erhoffte spielerische Leichtigkeit hielt damit aber nicht Einzug. Vielmehr wären die Gäste beinahe zum schnellen 1:1 gekommen. Nach einer Unsicherheit von Kevin Trapp kam Antwerpens Sturmspitze Michael Frey im Strafraum frei zum Schuss, doch der Eintracht-Torwart bügelte seinen Fehler selbst aus.

Die Frankfurter kontrollierten zwar die Partie, doch ihre Offensive kam weiter nicht richtig auf Touren. Das Tor der Belgier geriet bis zur Pause kaum einmal ernsthaft in Gefahr. Der Ausgleich war daher nicht unverdient. Nach einer Ecke hämmerte Nainggolan den Ball volley ins Netz, wobei sein Schuss gleich zweimal abgefälscht wurde und damit für Trapp unhaltbar war.

Nach dem Wechsel erhöhten die Hessen den Druck, Chancen blieben aber weiter Mangelware. Für Aufregung sorgten lediglich die Fans der Belgier, die nach einer Stunde auf den Rängen Pyrotechnik abbrannten. Kurz darauf zündeten Eintracht-Fans einen Böller hinter dem Tor der Gäste, woraufhin der englische Schiedsrichter Paul Tierney die Partie kurzzeitig unterbrach.

Kaum war das Spiel wieder freigegeben, gab es die nächste Schrecksekunde für die Eintracht. Nach einem Freistoß stocherte Ritchie De Laet den Ball an Trapp vorbei ins lange Eck, doch der Videobeweis rettete die Eintracht. Da der Schütze ganz knapp im Abseits stand, wurde der Treffer zurückgenommen. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal turbulent. Als die Eintracht wieder Verlierer aussah, war Paciência zur Stelle.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-147152/3

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