Hannover

Diese nächsten Corona-Verschärfungen bereitet Niedersachsen vor

Lars Laue
|
Von Lars Laue
| 30.11.2021 19:11 Uhr | 4 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Landet Niedersachsen in der dritten Corona-Warnstufe, werden Weihnachtsmärkte verboten und soll es drastische Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben. Foto: Federico Gambarini/dpa
Landet Niedersachsen in der dritten Corona-Warnstufe, werden Weihnachtsmärkte verboten und soll es drastische Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben. Foto: Federico Gambarini/dpa
Artikel teilen:

Drastische Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, 2G-Regeln im Einzelhandel und impfende Apotheker: Diese Corona-Pläne verfolgt Niedersachsen.

Bei weiter steigenden Corona-Zahlen und einem möglichen Übergang in die dritte und letzte Warnstufe zieht Niedersachsen die Corona-Zügel weiter an. Das hat Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstagabend nach der Bund-Länder-Konferenz deutlich gemacht. Der SPD-Politiker stellte etwa harte Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte in Aussicht. Demnach dürfte sich ein Ungeimpfter dann nur noch mit maximal drei weiteren Personen treffen, von denen höchstens einer aus dem gleichen Haushalt wie der Ungeimpfte stammen darf. Auch stellte Weil in Aussicht, dass es zu einer 2G-Regelung für den Einzelhandel kommen werde. Geschäfte dürften dann nur noch von Geimpften und Genesenen (2G) betreten werden. Von dieser Regelung ausgenommen werden soll allerdings der Handel mit Dingen des täglichen Bedarfs, wie etwa Drogerie- und Supermärkte.

Impfende Apotheker und Zahnärzte

Zudem kündigte Weil an, dass in Niedersachsen künftig auch Zahnärzte und Apotheker in die Impfkampagne einsteigen sollen. 150 Apotheken sind nach den Worten des Regierungschefs schnell startklar, da sie im Rahmen eines Modellprojekts bereits gegen Grippe impften. Die Idee, Apotheker in die Schutzimpfungen gegen Corona einzubeziehen, geht auf einen Vorstoß von Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) zurück. Insgesamt gibt es in Niedersachsen rund 1800 Apotheken. „Es wird damit sehr viel mehr Stellen geben, wo Menschen sich schnell und unkompliziert impfen lassen können“, sagte Weil, konnte aber noch keinen konkreten Starttermin für die Impf-Apotheken nennen, weil dazu noch die Änderung eines Bundesgesetzes nötig sei.

Ab diesem Mittwoch gilt in Niedersachsen 2Gplus

Unterdessen müssen sich die Menschen in Niedersachsen vielerorts bereits von diesem Mittwoch an auf verschärfte Corona-Maßnahmen einstellen, da in weiten Teilen die Corona-Warnstufe 2 greift. Damit gilt dann die 2Gplus-Regel. Wer bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, benötigt etwa für einen Restaurant-, Friseur- oder Weihnachtsmarktbesuch zusätzlich einen negativen Corona-Tests. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind davon noch bis Jahresende ausgenommen.

Keine Weihnachtsmärkte mehr in Warnstufe 3

Laut Gesundheitsministerin Behrens bereitet das Land derzeit die konkrete Ausgestaltung der Warnstufe 3 vor. Darin sollen laut Behrens Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen im Außenbereich sowie 2500 Menschen im Innenbereich untersagt werden. Dann halte es die Landesregierung ebenfalls für geboten, Weihnachtsmärkte nicht mehr zuzulassen. „Auch Diskotheken und Bars würden wir in der Warnstufe 3 schließen“, betonte die Ressortchefin. Gleichzeitig kündigte Behrens eine Kategorie regionaler Hotspots an. Diese solle für Kommunen gelten, in denen die allgemeine Corona-Inzidenz den Wert von 350 Fällen pro 100.000 Einwohner übersteige. Dort werde dann regional die dritte Corona-Warnstufe ausgerufen.

Ähnliche Artikel