Serie: Weihnachten in der Kindheit
Bei platten Gokart-Reifen half sich die Nachbarschaft
Vor allem an zwei Geschenke erinnert sich Jan-Henrik Koppelkamm gerne zurück. Für den TiMoNo-Trainer ist Weihnachten nicht nur die Zeit der Geschenke, sondern auch der großen Familientreffen.
Nortmoor - Noch heute schwärmt Jan-Henrik Koppelkamm von seinem 2006 erhaltenen Weihnachtsgeschenk, einem blauen Gokart. „Unzählige Stunden bin ich damit umhergefahren. Über mehrere Jahre ging der Hype bei uns Jungs in der Nachbarschaft“, erzählt der Nortmoorer, der die Fußball-Oberliga-Frauen der SG TiMoNo trainiert. „Da wir natürlich nicht nur auf Straßen unterwegs waren, ging auch mal was kaputt – vor allem die Kette hat gelitten“, erinnert sich der 23-Jährige. Je nach dem, wo man gerade „gestrandet“ war, habe der Vater des am nächsten wohnenden Kumpels geholfen und das Gefährt repariert, so Koppelkamm. „Ich habe das Gokart so oft genutzt, dass alle vier Reifen schon mal platt waren und gewechselt werden mussten.“
Mittlerweile ist Jan-Henrik Koppelkamm aus dem Gokart-Alter raus – sein „schönstes Weihnachtsgeschenk“, das er einst gemeinsam von seinen Eltern und Großeltern bekommen hat, ist aber noch immer in Betrieb. „Das Gokart habe ich an meinen Cousin Elias weitergegeben. Er ist jetzt genau in dem Alter, in dem ich früher mit dem Teil ‚umhergecruist‘ bin“, sagt Jan-Henrik Koppelkamm. Der Vater des zehnjährigen Elisas, Manuel Brunken, ist nicht nur der Co-Trainer von Jan-Henrik Koppelkamm bei der SG TiMoNo, sondern auch verantwortlich für dessen bisher zweitschönstes Weihnachtsgeschenk. „Im frühen Grundschulalter hat er mir Karten für ein Fußball-Hallenturnier von Traditionsmannschaften geschenkt. Es war das erste mal, dass ich bei einem Fußballevent war“, erinnert sich der Lehramtsstudent.
Großmutter backt 600 Neujahrskuchen
Weihnachten ist bei der Familie von Jan-Henrik Koppelkamm nicht nur die Zeit der Geschenke, sondern auch die Zeit der großen Familientreffen. „Am ersten Weihnachtstag geht es zu Oma Meta nach Südgeorgsfehn, am zweiten dann zu Oma Anita nach Nortmoor“, schildert der 23-Jährige. Dann trifft der Trainer der SG-TiMoNo auch auf seine vielen Cousins und Cousinen – von der einen Familienseite sind es zehn, von der anderen fünf. „Wir sind eine wirklich große Familie“, muss Jan-Henrik Koppelkamm selbst schmunzeln. „Aber das ist schön so. Wir Cousins und Cousinen sind alle etwa in einem Alter. Und als ich klein war, waren meine meisten Onkel noch keine 30. Dann haben wir immer auf aus Stein gebaute Tore im Garten Fußball gespielt“, erinnert sich Koppelkamm.
Er hat bereits in dieser noch jungen Vorweihnachtszeit bereits mehrere der Neujahrskuchen seiner Großmütter verdrückt. „Die sind so etwas wie deren Spezialität. Oma Meta hat dieses Jahr schon um die 600 gebacken“, weiß Jan-Henrik Koppelkamm.