Tiere
Emder Hundewiese: Das ist der aktuelle Stand
Bislang gibt es noch keine Hundefreilauffläche in Emden. Das soll sich jetzt ändern. Es gibt allerdings weiterhin offene Fragen und Bedenken.
Emden - Auf dem Emder Wall soll eine Freilauffläche für Hunde entstehen. Die ersten Arbeiten dafür wurden schon vorgenommen, hieß es in dieser Woche im Ausschuss des Bau- und Entsorgungsbetriebs Emden (BEE). Demnach wurden beim Gelbe-Mühlen-Zwinger, der sich zwischen dem Emder Tennisclub und der Tanzschule Astrid Löschen befindet, unter anderem schon Sitzgelegenheiten für Frauchen und Herrchen eingerichtet beziehungsweise ausgetauscht. Vier Flächen am Rand der Hundewiese wurden neu gepflastert und acht Bänke aufgestellt.
Was und warum
Darum geht es: Noch stehen die Hinweisschilder für die erste Emder Hundewiese nicht. Das hat Gründe.
Vor allem interessant für: Menschen, die in Emden mit ihrem Hund spazieren gehen wollen oder sich auch ohne Vierbeiner gerne auf dem Wall aufhalten.
Deshalb berichten wir: Im Ausschuss des Bau- und Entsorgungsbetriebs wurde über die Schaffung einer Hundewiese gesprochen. Das ist schon länger im Gespräch, wir haben den aktuellen Stand zusammengefasst. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Es folgen noch zwei Hundekotbeutelspender sowie Schilder an den zwei Zugängen zu der Fläche, die auf die Hunde hinweisen und Regeln klar erklären sollen. Einen Zaun soll es um die Hundewiese vorerst nicht geben. Der Emder Stadtgraben bildet eine lange natürliche Grenze. Ganzjährig besteht auf dem Wall keine Anleinpflicht, erklärte Martin Wegbünder, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Nur beim Schwanenteich muss der Hund das ganze Jahr über angeleint sein. „Wir haben nicht vor, das auf der restlichen Wallanlage anzuordnen“, sagte er.
Weiter Debatte über Zaun oder nicht
Das Ziel, insbesondere der Hundewiese, sei es ja, die Aktivität der Vierbeiner auf diese Fläche zu konzentrieren und dadurch auf dem restlichen Wall vielleicht mehr Ruhe zu haben. „Die Wiese ist aber kein rechtsfreier Raum. Man muss seinen Hund im Griff haben“, betonte er. Man habe sich bewusst gegen einen Zaun entschieden, um auch zu verhindern, dass Hundehalter ihre Tiere einfach auf den eingezäunten Platz ließen und nicht weiter Acht geben. Auch Hundeverbände hätten sich auf Nachfrage der Stadt gegen einen Zaun ausgesprochen, weil der ein aggressives Territorialverhalten von Hunden erzeugen könnte.
In den sozialen Medien gebe es wegen des fehlenden Zauns aber Bedenken, meinte Bernd Gröttrup, der für die CDU am Ausschuss teilnahm. „Wir werden das beobachten und nachjustieren“, sagte Herbert Buß, Abteilungsleiter im BEE. „Wir können das aber nicht befürworten“, meinte BEE-Betriebsleiter Nils Andersson. Nicht nur wäre ein Zaun in der Anschaffung deutlich teurer als die für die jetzigen Anschaffungen anberaumten 909 Euro. Auch wäre das Mähen der Fläche dadurch ein „erheblich größerer Aufwand“. Zudem sei der Wall ein Bodendenkmal. Es müsste dann also ohnehin geprüft werden, ob ein Zaun überhaupt aufgestellt werden dürfte.
Im BEE-Ausschuss haben die Mitglieder nicht über die Beschlussvorlage zur Hundewiese abgestimmt. In der SPD gebe es noch Beratungsbedarf, sagte Walter Davids. Das Thema soll also in die Fraktionen zurückgeführt werden. Beim Verwaltungsausschuss am 13. Dezember steht es dann erneut zur Debatte. In der Ratssitzung am 16. Dezember könnte dann endgültig darüber abgestimmt werden.
Emden soll auf dem Wall eine Hundefreilauffläche bekommen
Hundefreilauffläche im Leeraner Julianenpark eröffnet
Nächster Schritt zur Hundewiese: Verein wurde gegründet