Frankfurt

Freiburg und Hoffenheim in ungewohnten Höhen, Kellerduell in Leipzig

Udo Muras
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Von Udo Muras
| 10.12.2021 14:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Treffen sich an diesem Wochenende ganz oben: SC Freiburg und die TSG Hoffenheim. Foto: imago/Sportfoto Rudel
Treffen sich an diesem Wochenende ganz oben: SC Freiburg und die TSG Hoffenheim. Foto: imago/Sportfoto Rudel
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Augsburg hofft in Köln auf das Ende einer Negativserie, doch ganz so einfach ist es nicht. Derweil kann Bayern München die Herbstmeisterschaft perfekt machen und in Leipzig steigt ein ungewohntes Krisenduell. Kolumnist Udo Muras schaut sich den 15. Spieltag genauer an.

1. FC Köln - FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr): Augsburg kommt gerne nach Köln, hat dort nur einmal verloren. Seit der Premiere im Oktober 2011 gab es drei Siege und drei Remis. Vielleicht der richtige Ort, die Rekordserie von 13 sieglosen Auswärtsspielen endlich reißen zu lassen. Dagegen spricht: keiner ist länger ohne Heimniederlage als der 1. FC Köln (acht Spiele), doch bei dem hat FCA-Coach Markus Weinzierl nie verloren (2-1-0).

Bayern München - Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr): Die Bayern haben ihren ersten Matchball zur Herbstmeisterschaft. Sie müssen zum fünften Mal in Folge zuhause gegen Mainz gewinnen, die Dortmunder in Bochum verlieren. In den letzten vier Heimspielen schoss der Meister 21 Tore gegen Mainz und Trainer Nagelsmann feierte seinen höchsten Sieg gegen diesen Gegner (8:0 mit Leipzig). In den vergangenen 18 Duellen gab es mindestens zwei Tore. Bayern ist zuhause noch ohne Unentschieden, der FSV auswärts.

RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr): Erstmals stehen beide vor ihrem Duell in der unteren Tabellenhälfte (11. gegen 13.). Der Krisengipfel erhält durch den Trainerwechsel in Leipzig zusätzliche Brisanz. Domenico Tedesco soll die Rekordserie der Roten Bullen (drei Niederlagen) bremsen, gewann aber noch nie gegen Mönchengladbach. Borussia wiederum ist in Leipzig noch ohne Sieg (0-3-2). Tedesco hofft auf seinen 25. Bundesligasieg, Kollege Adi Hütter auf Nummer 50.

SC Freiburg - Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr): Der Vierte erwartet den Fünften, auf so hohem Niveau trafen sich die Klubs aus dem „Ländle“ noch nie. Die Bilanz spricht für den SCF (7-10-5), der seit zwei Jahren ungeschlagen in diesem Duell ist und in den letzten 16 immer traf, was Vereinsrekord für eine Paarung ist. Hoffenheim will erstmals unter Trainer Sebastian Hoeneß vier Siege aneinanderreihen, Kollege Christian Streich hofft auf seinen 100. Bundesligasieg.

Hertha BSC - Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr): Die Berliner gewannen keines der vergangenen vier Duelle, in denen nur fünf Tore fielen. Der Schnitt dieser Paarung liegt bei 1,84 Toren seit der Premiere 1970/71, als Arminia den ersten von zwei Siegen in Berlin schaffte (0:1). Der Anteil der Remis ist besonders hoch (46 %) und der Gastgeber besonders im Vorteil - 13x gab es zuletzt keinen Auswärtssieg. Hertha hat aktuell seit fünf Spielen nicht gewonnen, Arminia seit drei.

VfL Bochum - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr): In 59 Spielzeiten ist Bochum gegen Borussia erst zum neunten Mal das einzige Revierderby. In diesem sind die Borussen sechs Spiele ungeschlagen, seit dem 0:2 in Bochum am 10.3.2007. Der VfL gewann fünf seiner letzten sieben Saisonspiele, darunter waren drei Heimsiege in Serie. Der nächste würde die längste Vereinsserie seit 24. Mai 1997 (vier) bedeuten. Der VfL hat zuhause die wenigsten Gegentore, Borussia hat 22mal in Folge nicht Unentschieden gespielt.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr): Seit 10. Dezember 2005, also fast genau 16 Jahren, hat der VfB in Wolfsburg nicht mehr gewonnen. Entsprechend deutlich ist die Bilanz dort aus VfL-Sicht: 14-3-5. In Wolfsburg erbrachte dieses Duell immer Tore. Der VfL hat seine letzten fünf Pflichtspiele nicht gewonnen (ein Punkt) und braucht seinen 200. Bundesligaheimsieg dringend zur Trendwende. Stuttgart gehört zu den auswärts noch sieglosen Klubs ist in der Auswärtstabelle Vorletzter (drei Punkte).

Greuther Fürth - Union Berlin (Sonntag, 15.30 Uhr): Wird Bundesligapaarung Nummer 939 zum Selbstläufer? Hoffnungsloser war noch keine Lage als die der Fürther, die mit nur einem Punkt nach 14 Spielen, zwölf Niederlagen in Serie und 23 sieglosen Heimspielen negative Bundesligarekorde halten. Gegen Union aber lief es in der 2. Liga prächtig, die Heimbilanz (4-7-1) enthält nur eine Niederlage im Mai 2017 (1:2). Dumm nur, dass Union (6. Platz) seine beste Bundesligasaison spielt und noch nie gegen Aufsteiger verlor, bei bis dato acht Partien.

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen (Sonntag, 17.30 Uhr): Auch nach 33 gemeinsamen Bundesligajahren gilt für diese Paarung: Tore sind garantiert, im Schnitt fallen 3,16, ein 0:0 gab’s nie! In Frankfurt gab es seit 25 Jahren nicht mal ein Unentschieden. Dort gewann zuletzt dreimal die Eintracht, die diese Saison allerdings erst einen Heimsieg einfuhr. Bayer 04 dagegen verlor als einziger Bundesligist noch kein Auswärtsspiel und nur vier der letzten 21 Sonntagsspiele.

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