Verkehr

Gestiegener Verkehr: Keine Lösung für Kita-Anwohner

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 13.12.2021 17:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der verstärkte Verkehr im Bereich der Kita Niedersachsenring sorgt für Verdruss bei den Anwohnern. Foto: Ortgies
Der verstärkte Verkehr im Bereich der Kita Niedersachsenring sorgt für Verdruss bei den Anwohnern. Foto: Ortgies
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Hol- und Bringverkehr der Kita Niedersachsenring in Leer nervt die Anwohner. Sie haben Vorschläge gemacht, die für Entlastung sorgen könnten. Die Antwort der Stadtverwaltung wird ihnen nicht gefallen.

Leer - Anwohner hatten es schon vor zwei Jahren kommen sehen: Wenn die Kita Niedersachsenring eröffnet wird, drohen in den angrenzenden Wohnstraßen ein verstärktes Verkehrsaufkommen, wildes Parken und blockierte Einfahrten. Schon die Eröffnungsfeier im September habe sie in ihren Bedenken bestätigt, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung für die jüngste Sitzung des Ausschusses für Energie, Klima, Umwelt und Verkehr (EKUV). Deshalb hätten sie Vorschläge zur Abhilfe gemacht.

Was und warum

Darum geht es: Die Anwohner rund um die Kita Niedersachsenring müssen wohl weiterhin mit den Verkehrsproblemen während der Hol- und Bringzeiten leben.

Vor allem interessant für: Anwohner, Eltern und Mitarbeiter der Kita

Deshalb berichten wir: Anwohner der Kita Niedersachsenring beklagen sich über die Verkehrsbelastung durch den Bring- und Holverkehr. Sie haben der Stadtverwaltung Vorschläge gemacht, die für Entlastung sorgen könnten.

Die Autorin erreichen Sie unter: k.mielcarek@zgo.de

Die Antwort der Stadtverwaltung dürfte ihnen nicht schmecken. Sie hält die vorgeschlagenen Maßnahmen nämlich allesamt für nicht zielführend, nicht umsetzbar oder schlecht für die Anwohner anderer Wohnstraßen.

Zwei Zugangswege

Die 80 Kinder, die in der Kita Niedersachsenring betreut werden, werden über die Hamburger Straße und anschließend den Niedersachsenring sowie über den Günther-Tietjen-Ring in die Einrichtung gebracht und wieder abgeholt. Auf diesen Strecken ist zu den Haupt-Hol- und Bringzeiten entsprechend einiges los. Die von den Anwohnern vorgeschlagene Entfernung zweiter Parkbuchten werde aber nicht für einen flüssigeren Verkehr sorgen, sagt die Stadtverwaltung. Der eine Parkplatz – unmittelbar vor dem Zugang zum Regenrückhaltebecken – sei gar keiner. Im Gegenteil, dort ist Parken verboten. Der andere – vor dem Haus 51 im Günther-Tietjen-Weg – befinde sich auf freier und gut einsehbarer Strecke. Da sollte der Verkehr auch bei einer Breite von nur zwei Metern fließen. Außerdem würden bei der Entfernung der Pflastersteine womöglich die Wurzeln des benachbarten Baumes beschädigt.

Die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Ecke Günther-Tietjen- und Niedersachsenring, um die Kreuzung übersichtlicher zu machen und den jeweiligen Verkehr früher sichtbar zu machen, könnte sogar für eine zusätzliche Gefährdung sorgen. Zu diesem Schluss seien Stadtverwaltung, Verkehrsbehörde und Polizei gekommen. Auf ihm seien gerade Fußgänger und Radfahrer schlecht zu erkennen, die Autofahrer empfänden eine trügerische Sicherheit und führen womöglich schneller und unvorsichtiger.

Entlastung für die einen, Belastung für die anderen

Auch davon, mittels eines Pollers den Günther-Tietjen-Ring nach Süden zu sperren und den nördlichen Bereich dadurch von dem Verkehr zu entlasten, der sich aus dem Wohngebiet Knollweg/Schmidts Kämpe/Hessering in Richtung Heisfelder Straße fährt, hält die Stadtverwaltung nichts. Zum einen werde die Belastung dann nur auf andere Wohnstraßen, vor allem den Bollinghauser Weg – verlagert. Die Einmündung des Bollinghauser Wegs in die Heisfelder Straße sei aber wesentlich ungünstiger als die vom Günther-Tietjen-Ring, wo es eine Ampel gebe.

Damit diese Umlenkung des Verkehrs ernsthaft in Frage komme, müsse sie erst verkehrstechnisch untersucht und mit allen Betroffenen besprochen werden – auch mit denen im Bollinghauser Weg. Mit einer breiten Zustimmung sei nicht zu rechnen. Auch käme man wohl um einen Umbau der Einmündung Bollinghauser Weg/Heisfelder Straße nicht herum. Der Aufwand sei angesichts der zu erwartenden Entlastung zu groß, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Die Vorschläge der Anwohner konnten in der vergangenen Woche noch nicht im EKUV diskutiert werden. Die erwähnte Vorlage stand den Mitglieder zur Sitzung noch nicht zur Verfügung.

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