Fußball
Protest gegen Kickers Emden: Sportgericht wird aktiv
Der Heeslinger SC und der Rotenburger SV hatten zu Saisonbeginn gegen die Wertung ihrer Niederlagen gegen Emden vergeblich Protest eingelegt. Nun kommt wieder Bewegung in den Fall.
Emden - Die Fußball-Oberligisten Heeslinger SC und Rotenburger SV hatten zu Saisonbeginn jeweils Protest gegen die Wertungen ihrer 1:2-Niederlagen in den Spielen gegen BSV Kickers Emden eingelegt. BSV-Akteur Nikky Goguadze soll in diesen Partien nach Meinung der Klubs nicht spielberechtigt gewesen sein. Das Verbandssportgericht hat damals die Beschwerden zwar abgewiesen, aber den Vereinen noch keine schriftliche Begründung des Urteils zukommen lassen. Das soll nun in Kürze geschehen.
Danach haben die beiden Klubs die Möglichkeit, in die Berufung zu gehen. Rein persönliche Gründe hatten Sportrichter Jörg Firus daran gehindert, das Verfahren abzuschließen. „Die Begründungen werden nun aber bald abgeschickt“, erklärte Firus-Vertreter Nicolai Sauer.
War Goguadze spielberechtigt?
Kickers-Akteur Nikky Goguadze hatte damals beim Ostfrieslandcup-Halbfinale die Rote Karte gesehen, war aber vom Fußballkreis Ostfriesland erst nachträglich für ein Punktspiel (gegen Hagen/Uthlede) gesperrt worden.
Für den Rotenburger SV ist die Sache in sportlicher Hinsicht kaum noch von Bedeutung. Selbst wenn der RSV noch über eine Berufung die Punkte aus der Partie zugesprochen bekäme, hätte dies keinerlei Auswirkungen mehr. Die Rotenburger spielen in der Rückrunde Abstiegsrunde, Kickers Emden in der Aufstiegsrunde. Das Ergebnis spielt also für den zweiten Saisonteil keine Rolle mehr.
Anders verhält es sich für den Heeslinger SC, der bei einem Sieg vor dem Sportgericht mit drei zusätzlichen Punkten in die Aufstiegsrunde starten würde. Große Hoffnungen darf sich der HSC nach Experten-Meinung aber nicht machen.