Unterhaltung
Wolf-Krimis: Dreharbeiten sind beendet
Zum Ende der Dreharbeiten von „Ostfriesenmoor“ und „Ostfriesenfeuer“ zieht der Producer ein Fazit. Autor Klaus-Peter Wolf kündigt unterdessen einen Termin an, den sich seine Fans notieren können.
Ostfriesland / ISH/HIB - Teil Sieben und Acht sind im Kasten, freut sich Simon Grohe. Er ist Producer bei der Berliner Produktionsfirma Schiwagofilm, die in den vergangenen Wochen Klaus-Peter Wolfs nächsten beiden Romane,„Ostfriesenmoor“ und in „Ostfriesenfeuer“, verfilmt und die Arbeiten vor Ort jetzt beendet hat. Nun müssen die Geschichten des Norder Autoren nachbearbeitet werden, bevor sie beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) ausgestrahlt werden können.
Was und warum
Darum geht es: Schiwagofilm hat die jüngsten Ostfriesenkrimi-Dreharbeiten abgeschlossen. Die Vorbereitungen für die folgenden Teile laufen aber schon.
Vor allem interessant für: Fans der Bücher des Norder Autoren Klaus-Peter Wolf
Deshalb berichten wir: Wir haben das Ende der Dreharbeiten zum Anlass genommen, um nachzufragen, wie alles verlaufen ist. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Manche aus der Filmcrew seien fünf Monate in Norden gewesen, sagt Grohe jetzt unserer Zeitung. Viele seien auch an den freien Tagen nicht nach Hause gefahren, sondern wegen der Coronasituation lieber vor Ort geblieben. „Zwei Filme, das war schon ganz schön viel.“ Er ist selbst erstaunt, dass alles geklappt hat, wie er am Telefon erzählt. Obwohl vorab nach passenden Motiven gesucht worden war, mussten so beispielsweise drei verschiedene Moore besucht werden, um alle Aufnahmen machen zu können. Schließlich gebe es Naturschutzauflagen zu berücksichtigen und man könne nicht überall mit einem schweren Lastwagen vorfahren.
Alte Kaserne in Aurich fällt künftig weg
„Die Bevölkerung ist uns immer mit viel Geduld und Interesse begegnet“, lobt der Producer die Einheimischen und besonders alle jene, die Räume zur Verfügung gestellt hatten. „Wir kommen dann ja nicht mal eben vorbei“, erklärt er. Vielmehr gebe es Vorabbesichtigungen verschiedener Beteiligter und man räume auch schon mal Zimmer komplett aus, tapeziere oder streiche Wände, tausche Möbel. „Und dann kann es durchaus 1.30 Uhr in der Nacht werden, bis alles zurückgebaut ist.“ Draußen habe man unterdessen auch bei schlechtem Wetter ausharren müssen, wobei Grohe vor allem die Dreharbeiten am Haus des Gastes am Norddeicher Strand in Erinnerung bleiben. Trotz der Pluswerte habe dort der Wind und die rundum spürbare Feuchte in der Luft für gefühlte Eistemperaturen gesorgt. „Dann lernt man die Sonnentage schätzen“, so Grohe.
Zeit ist immer wieder ein Thema bei den eng getakteten Drehtagen – weshalb er hofft, im nächsten Jahr, wenn die beiden Romane „Ostfriesenwut“ und „Ostfriesenschwur“ verfilmt werden, auf die Ausflüge nach Aurich verzichten zu können. Dort war die alte Kaserne bisher ein wichtiger Standort, die aber künftig nicht mehr zur Verfügung steht. „Das sind auch jedes Mal 45 Minuten Fahrzeit“, sagt der Producer. Auch darum sei man nun auf der Suche nach einem in oder nahe Norden gelegenen alternativen Platz.
Nächstes Buch erscheint bald
Als unsere Zeitung am Dienstag Klaus-Peter Wolf anruft, befindet der sich gerade in Hamburg, um das Hörbuch zu „Ostfriesensturm“ einzusprechen. Das ist sein inzwischen 16. Ostfriesenkrimi, der zeitgleich mit dem Hörbuch am 9. Februar auf den Markt kommen soll, kündigt er auf Nachfrage an. Am 11. Februar werde er den Roman in der Fernseh-Talkshow 3 nach 9 vorstellen, sagt er und lobt die anhaltend gute Zusammenarbeit mit Schiwagofilm. Wolf ist sich sicher, dass auch die Verfilmungen dafür sorgen, dass Ostfriesland immer beliebter wird. Oftmals verzeichne man bei den Erstausstrahlungen der Ostfriesenkrimis Einschaltquoten von sieben bis acht Millionen Zuschauern.
Auf die jetzt abgeschlossenen Dreharbeiten angesprochen, zeigt sich Wolf ebenfalls erfreut, dass man „gut mit allem durchgekommen“ sei. Schon jetzt liefen die Vorbereitungen für die nächsten beiden Filme. „Die Drehbuchautoren sitzen dran und wir machen uns Gedanken über die Besetzung.“ Das Kernteam der Darsteller bleibe nach jetzigem Stand zwar bestehen, aber es gebe ja auch einige weitere Rollen, erklärt er. Der Norder nutzt zudem die Gelegenheit, um noch einmal zu betonen, dass er mit der Wahl von Picco von Groote zufrieden ist. Sie verkörpert künftig die Hauptfigur Ann Kathrin Klaasen. Bevor sie zu sehen ist, wird aber erst einmal „Ostfriesensühne“ ausgestrahlt, vermutlich im Frühjahr. Der genaue Termin wurde noch nicht veröffentlicht.
Hinter jedem Bild stecken viel Planung und Augenmaß
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