Justiz

Friesoytherin brachte Falschgeld unter die Leute

Franz-Josef Höffmann
|
Von Franz-Josef Höffmann
| 17.12.2021 07:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor dem Jugendgericht am Amtsgericht Cloppenburg musste sich jetzt eine 18-jährige Friesoytherin verantworten. Sie hatte Falschgeld in Umlauf gebracht. Foto: Pixabay
Vor dem Jugendgericht am Amtsgericht Cloppenburg musste sich jetzt eine 18-jährige Friesoytherin verantworten. Sie hatte Falschgeld in Umlauf gebracht. Foto: Pixabay
Artikel teilen:

Eine 18-Jährige aus Friesoythe bat in der Disco andere Gäste, freundlicherweise für sie Geld an der Kasse zu wechseln. Doch ihre Geldscheine waren nachgemacht. Deshalb stand sie jetzt vor Gericht.

Friesoythe/Cloppenburg - Wegen Inverkehrbringens von Falschgeld hat das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht eine 18-jährige Heranwachsende aus Friesoythe schuldig gesprochen und für sechs Monate unter Betreuung gestellt. Ein gleichaltriger Mitangeklagter dagegen bleibt noch im Verfahren. Ihm werden neben dem Inverkehrbringen von Falschgeld weitere Taten zur Last gelegt, darunter Diebstähle, Bedrohungen, Körperverletzungen, Flucht vor der Polizei und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Das Verfahren gegen den Mitangeklagten soll bis Januar kommenden Jahres dauern. Abgeschlossen dagegen ist das Verfahren wegen des Falschgeldes, zumindest für die 18-Jährige. Der Mitangeklagte soll sich im Ausland „Blüten“ im Nennwert von 1000 Euro besorgt haben. Laut Anklage hatten die beiden Angeklagten dann versucht, die falschen Fünfziger in der Friesoyther Diskothek in echtes Geld umzutauschen. Der Mitangeklagte soll der 18-Jährigen dann mehrere falsche Fünfziger ausgehändigt haben.

Sie ließ andere wechseln

Den Feststellungen zufolge löste die 18-Jährige das Falschgeld aber nicht selbst ein. Sie sprach andere Gäste der Diskothek an und bat diese, für sie einen 50-Euro-Schein an der Kasse zu wechseln. Die jungen Leute ahnten nicht, dass es sich um Falschgeld handelte. Sie taten der 18-Jährigen dann den Gefallen und ließen die falschen Fünfziger an der Kasse wechseln. Damit hatte die 18-Jährige nun echtes Geld.

Einer Kassiererin der Diskothek war das dann aufgefallen. Ein 50-Euro-Schein kam ihr komisch vor. Sie prüfte ihn. Und in der Tat: Es handelte sich um eine Blüte. Dann kontrollierte sie die komplette Kasse und fand weitere nachgemachte Banknoten. Sofort rief sie die Security. Die Kassiererin konnte noch einen der jungen Besucher ausfindig machen, die die falschen Fünfziger bei ihr gewechselt hatten. Der wurde dann zur Rede gestellt.

Gast erkannte Täterin wieder

Der Gast erklärte aber, er habe den Schein von einer jungen Frau bekommen. Er habe ihr nur den Gefallen tun wollen, den Schein an der Kasse zu wechseln. Von dem Falschgeld habe er nichts gewusst. Zusammen mit der Security war der junge Mann dann durch die Diskothek gegangen. Und siehe da: Die 18-Jährige hatte sich noch in dem Tanzlokal aufgehalten.

Im Verfahren hat die Angeklagte jetzt erklärt, von nichts gewusst zu haben. Das Gericht glaubte ihr aber nicht.

Ähnliche Artikel