Spielabbruch in der 3. Liga

Lebenslanges Stadionverbot

Matthias Herzog
|
Ein Kommentar von Matthias Herzog
| 19.12.2021 19:12 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Osnabrücks Profi Aaron Opoku wurde von den Zuschauerrängen rassistisch beleidigt.
Osnabrücks Profi Aaron Opoku wurde von den Zuschauerrängen rassistisch beleidigt.
Artikel teilen:

Nach einem rassistischen Vorfall brach der Schiedsrichter die Partie zwischen Duisburg und Osnabrück ab. Der DFB und die Vereine sollten endlich zu drastischen Strafen greifen.

Erstmals wurde mit der Partie zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück ein Fußballspiel der oberen drei Profi-Ligen in Deutschland nach einem Rassismus-Vorfall abgebrochen. Es kann in diesem Fall ja überhaupt keine zwei Meinungen geben, dass die Entscheidung der Verantwortlichen genau richtig war: Nach solch einem Eklat war an ein Weiterspielen nicht mehr zu denken.

Osnabrücks Profi Aaron Opoku wurde von den Zuschauerrängen rassistisch beleidigt und war danach fix und fertig. Wünschenswert wäre, dass die Fans mit der Stärke der Gruppe solche Beleidigungen durch mehr Zivilcourage im Stadion schon im Keim ersticken und nicht erst nach einer Unterbrechung „Nazis raus“ skandieren. Offenbar konnte der beschuldigte Fan mit Hilfe anderer Zuschauer immerhin schnell identifiziert werden. Es könne nicht sein, dass die Vereine immer nur Parolen formulieren, man müsse reagieren, wenn so etwas passiere, begrüßte Osnabrücks Geschäftsführer Michael Welling den alternativlosen Spielabbruch.

Sollten sich die Behauptungen durch Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen bestätigen, sollte der Anhänger nie mehr ein Stadion von innen sehen. Ein lebenslanges Stadionverbot wäre neben den strafrechtlichen Konsequenzen eine angemessene Reaktion des DFB und der Vereine.

@ Den Autor erreichen Sie unter m.herzog@zgo.de

Ähnliche Artikel