OZ-Serie „Türen im Advent“

Weihnachten bedeutet Innehalten

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 23.12.2021 08:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Heike Gerdes öffnet Tür Nummer 23 in Leer. Foto: Nording
Heike Gerdes öffnet Tür Nummer 23 in Leer. Foto: Nording
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Wie die Türchen vom Adventskalender öffnen sich jeden Tag Türen im Landkreis Leer. Menschen erzählen, was ihnen Weihnachten bedeutet und wie sie die Feiertage verbringen. Heute öffnet sich die Tür 23.

Leer - Zwischen Stress und Trubel innehalten, das bedeutet für Heike Gerdes das Weihnachtsfest. Sie öffnet die Tür Nummer 23, hinter der sich ihre Buchhandlung in Leer verbirgt. Die Zeit bedeute für sie vor allem, Raum für die Familie, die immer größer werde, zu haben. „Im März kommt Enkel Nummer fünf“, sagt sie.

Weihnachten bedeute für sie aber auch Atem holen in der dunkelsten Zeit des Jahres. „Bald geht es wieder aufwärts und das Frühjahr kommt“, sagt sie. Als Atheistin sei ihr die Verbindung zur Religion beim Weihnachtsfest nicht wichtig. „Es geht mir dabei um Achtung und Wertschätzung im gegenseitigen Miteinander, jenseits des Festes der Liebe. Dazu muss man nur Mensch sein“, sagt sie. Religion trenne mehr, als dass sie verbinde. „Atheist zu sein ist eine Überzeugung – man entscheidet sich bewusst dafür, ein anständiger Mensch zu sein – auch unabhängig von Weihnachten“, so Gerdes. Die Feiertage seien auch ein Moment der Ruhe vor dem Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt. „Der Weg ist frei für neue Projekte“, sagt sie. Die Buchhandlung sei verkauft, und sie trete bald einen neuen Job an. „Hoffentlich habe ich künftig mehr Zeit zum Schreiben“, so Gerdes.

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