Berlin

Bundestagspräsidentin: Vereine müssen mehr gegen Rassismus im Stadion tun!

Tobias Schmidt
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Von Tobias Schmidt
| 29.12.2021 16:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Opfer der rassistischen Beleidigung hier in der Bildmitte: Aaron Opoku vom VFL Osnabrück. Foto: Maik Hölter / Imago Images
Das Opfer der rassistischen Beleidigung hier in der Bildmitte: Aaron Opoku vom VFL Osnabrück. Foto: Maik Hölter / Imago Images
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Nach dem Rassismus-Vorfall beim Fußballspiel Duisburg gegen Osnabrück hat Bundestagspräsidentin Bärbel Bas alle Vereine zu einem stärkeren Engagement gegen Hass und Hetze aufgerufen.

„Zur traurigen Realität gehört, dass es solche rassistischen Beleidigungen in vielen Stadien gibt. Das ist bedauerlich und bestürzend“, sagte Bas im Gespräch mit unserer Redaktion. Die „Nazis raus“-Rufe der Fans beider Seiten habe sie zwar „ermutigend“ gefunden, dass seien „unmissverständliche Statements“ gewesen. „Ich als Fußballfan bin aber sicher, dass die Vereine selbst noch mehr gegen Rassismus tun können und müssen. Rassistische Beleidigungen, verletzende Rufe aufgrund der Hautfarbe darf niemand in seinen Reihen und auf den Tribünen dulden“, sagte Bas, die in ihrer Jugend selbst Fußball spielte und seit langem Mitglied des MSV Duisburg ist.

Die Parlamentspräsidentin reagierte auf einen Vorfall bei einem Drittligaspiel vor anderthalb Wochen: Ein Zuschauer Ihres Heimatvereins Duisburg hatte den schwarzen Spieler Aaron Opoku vom VfL Osnabrück rassistisch beleidigt. Die Partie wurde abgebrochen, soll aber nachgeholt werden.

„Würde mir gemeinsamen Auftritt beider Teams wünschen“

„Das Spiel zu wiederholen ist eine sehr gute Entscheidung“, sagte Bas dazu. Es gehe nicht darum, nun einen Verein zu bestrafen. „Ich würde mir bei der Nachhol-Partie einen gemeinsamen Auftritt beider Mannschaften und Fangruppen gegen Rassismus und Hetze im Sport wünschen. Das wäre ein ermutigendes Zeichen und eine sehr schöne Reaktion auf diesen nicht hinnehmbaren Vorfall.“

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