Bremen

Bremer halten sich nicht an Böllerverbot

Ilias Subjanto
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Von Ilias Subjanto
| 01.01.2022 14:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zum Jahreswechsel hatte die Polizei in Bremen mit der Ahndung von Verstößen gegen das Feuerwerksverbot gut zu tun. Foto: Symbolfoto: imago images/Christian Ohde
Zum Jahreswechsel hatte die Polizei in Bremen mit der Ahndung von Verstößen gegen das Feuerwerksverbot gut zu tun. Foto: Symbolfoto: imago images/Christian Ohde
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Zwar galt für Bremen an Silvester sogar auf Privatgrundstücken ein Feuerwerksverbot. Für die Polizei ist der Jahreswechsel dennoch arbeitsreich gewesen.

Trotz Feuerwerksverbot in Bremen ist die Polizei zum Jahreswechsel nicht beschäftigungslos geblieben. Neben mehreren Schlägereien, Eigentumsdelikten und Sachbeschädigungen ahndeten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße gegen das Feuerwerksverbot. Zudem fertigte die Polizei mehrere Anzeigen nach Verstößen gegen das Waffengesetz.

Mehr Polizeieinsätze als im Vorjahr

Laut Mitteilung war die Polizei in der Silvesternacht mit verstärkten Kräften im Einsatz. In der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr wurden die Polizisten zu rund 370 Einsätzen gerufen und somit zu einigen mehr als im Vorjahr. Im gesamten Stadtgebiet, insbesondere in den Bereichen Sielwall, Bürgermeister-Smidt-Brücke sowie der Grohner Düne, war in der Silvesternacht Feuerwerk zu hören. Besonders ab Mitternacht traten viele Personengruppen, unter anderem aus geöffneten Restaurants und weiteren Lokalitäten, auf die Straßen. Die Einsatzkräfte zeigten an den Örtlichkeiten verstärkt Präsenz und wiesen mit Lautsprecherdurchsagen auf die geltenden Corona-Regeln hin. Zudem dokumentierte die Polizei Verstöße gegen das Feuerwerksverbot, stellte diverse Feuerwerkskörper sicher und fertigte mehrere Anzeigen. Am Sielwall detonierte ein Böller unmittelbar neben einem Polizisten. Er erlitt dadurch ein Knalltrauma, war aber weiterhin dienstfähig. Wie im Jahr davor registrierte die Polizei auch in dieser Silvesternacht mehrere Einsätze in Zusammenhang mit gemeldeten Schussabgaben. Nach bisherigen Erkenntnissen stellten die Einsatzkräfte insgesamt neun Schreckschusswaffen sicher und fertigten entsprechende Anzeigen.

Streifenwagen mit Böllern beworfen

Laut Polizeibericht lösten die Beamten gegen 22.50 Uhr eine Feier mit mehreren Jugendlichen im Kunsttunnel an der Straße Tiefer auf, sprach Platzverweise aus und fertigte Ordnungswidrigkeitenanzeigen. In der Straße Vor dem Steintor warfen Unbekannte gegen 23.50 Uhr einen Feuerwerkskörper unter ein wartendes Taxi. Der 29-jährige Fahrer wurde durch den Knall leicht verletzt. Am Auto entstand erheblicher Schaden. Gegen 1.30 Uhr feuerten drei unbekannte Jugendliche Raketen in eine Garage in der Straße Harriersand in Mittelshuchting. Ein darin abgestellter Audi A3 sowie die Garage selbst gerieten in Brand. Die Feuerwehr löschte die Flammen und verhinderte ein Übergreifen auf weitere Objekte. In der Yperner Straße in Mittelshuchting kam es gegen 22.45 Uhr zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Personen, nachdem Unbekannte Silvesterböller zwischen geparkten Autos gezündet hatten. Dabei soll auch eine Schusswaffe vorgezeigt worden sein. Die Polizei traf vor Ort noch drei verletzte Verdächtige an und stellte eine Schreckschusswaffe sicher. Gegen Mitternacht bewarfen Unbekannte einen vorbeifahrenden Streifenwagen im Bereich der Haltestelle Kattenturm Mitte und einen Gruppenwagen in der Friedrich-Klippert-Straße im Ortsteil Grohn mit mehreren Raketen und Böllern. In Bremen-Nord wurden dabei auch Schreckschusswaffen abgeschossen. Einsatzkräfte kontrollierten einen 16-Jährigen und stellten bei ihm eine Schreckschusswaffe im Hosenbund sicher. Nach einem Zeugenhinweis stellte die Polizei in Kattenturm eine 28-jährige Verdächtige. Am Streifenwagen entstand leichter Sachschaden. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

Polizei sucht Zeugen

Die weiteren Ermittlungen zu den jeweiligen Fällen dauern an. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (0421) 3623888 entgegen.

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