Hamburg
Sylt, Juist, Amrum: Hier haben Ferienhauskäufer richtig abgesahnt
Wer in ein Ferienhaus am Wasser investiert hat, kann sich über satte Wertsteigerungen freuen. Vermietern spielt zudem das Urlaubsverhalten in die Karten. Diese Standorte an Nord- und Ostsee sind besonders lukrativ.
Immobilien in beliebten Urlaubsregionen sind teuer. Wer vor einigen Jahren in Deutschland in ein Ferienhaus am Wasser investiert hat, profitiert in der Regel von einer beachtlichen Wertsteigerung. Wie eine Statista-Auswertung zeigt, war die Investition in Immobilien in sehr guter Lage am Chiemsee in Bayern an lukrativsten. Im Vergleich zu 2014 waren Ein- und Zweifamilienhäuser 2021 im Schnitt ganze 267 Prozent des damaligen Kaufpreises wert - also ein Plus von 167 Prozent (siehe Grafik).
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Aber auch die Kaufpreise an einigen Ferienorten an der Nord- und Ostsee habe kräftig zugelegt. Besonders auf den Nordsee-Inseln Amrum (186 Prozent) und Juist (139 Prozent) sowie am Timmendorfer Strand (161 Prozent). Die Zahlen basieren auf Daten des Immobilien-Unternehmens Engel und Völkers.
Die Grafik zeigt die Median-Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Ferienorten in sehr guter Lage:
Auf Sylt sind die durchschnittlichen Kaufpreise in absoluten Zahlen mit Abstand am höchsten. Von mehr als 9 Millionen Euro im Jahr 2014 sind sie auf mehr als 12 Millionen pro Objekt gestiegen. Das sind 129 Prozent.
Urlaub in Corona-Zeiten: Ferienhäuser gelten als sicher
Generell dürften sich Vermieter von Ferienhäusern und -wohnungen im Jahr 2021 über gestiegene Nachfrage gefreut haben. So hätten 63 Prozent der Deutschen in einer Umfrage (hometogo) angegeben, für 2021 einen Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung zu planen.
Der Urlaub in Ferienwohnungen und -häusern hat insgesamt wieder an Bedeutung gewonnen, seit 2014 sind die Zahlen bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie stetig gestiegen. Im ersten Corona-Jahr 2020 blieb die Anzahl von geöffneten gewerblichen Ferienhäusern und -wohnungen in Deutschland trotz Beschränkungen auf hohem Niveau, wie die Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigen. Im Juli 2021 waren rund 11.443 Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Deutschland geöffnet:
Mehr Deutsche besitzen Ferienunterkünfte
Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind hierzulande immer beliebter geworden, im Jahr 2020 war die Zahl von deutschen Ferienhausbesitzern laut einer Erhebung des Instituts für Demografie (IfD) Allensbach vergleichsweise stark angestiegen. Im Juli 2020 gaben demnach 1,26 Millionen Menschen in Deutschland an, ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung zu besitzen. 2019 waren es noch 1,04 Millionen gewesen. Zahlen für 2021 liegen nicht vor.
Diese Statista-Grafik zeigt die Entwicklung seit 2016: