OZ-Aktion

Spenden für die Tornadoopfer: 56.000 Euro verteilt

 | 17.01.2022 14:01 Uhr  | 0 Kommentare  | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Berumerfehn richtet ein Tornado im August 2021 enorme Schäden an. Archivfoto: Noglik
In Berumerfehn richtet ein Tornado im August 2021 enorme Schäden an. Archivfoto: Noglik
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Gutes tun kann richtig kompliziert sein. Nach einer Sitzung im Rathaus Großheide ist nun klar, welche Opfer des Tornados, der im Juli in Berumerfehn wütete, Spendengelder bekommen.

Großheide - Es waren sogar zwei Sitzungen nötig, um Klarheit zu bekommen. Denn nicht alle Spendenanträge, die im Rathaus Großheide eingingen, waren schlüssig. Deshalb hatten Ralf Ulferts vom Bauamt und Sebastian Meins, der die Spendenaktion im Auftrag der Gemeinde koordiniert, ihre Köpfe zusammengesteckt und waren alle eingereichten Rechnungen durchgegangen.

Nach zweistündiger Beratung am Donnerstag wurden insgesamt rund 56.000 Euro verteilt. 21.500 Euro werden für nicht versicherte Wohngebäudeschäden ausgezahlt, damit sind alle eingereichten Schäden zu 100 Prozent ausgeglichen. Aus dem sogenannten Härtefall-Fonds gehen 34.500 Euro an Tornadoopfer. Die Kommission machte dabei Unterschiede zwischen Schäden an Wohnnebengebäuden zum Beispiel und an Gartenhäusern und reduzierte die Entschädigungszahlungen entsprechend.

OZ-Aktion „Ein Herz für Ostfriesland“ bringt 52.000 Euro Spenden ein

Fast 100.000 Euro an Spendengeldern standen zur Verfügung, 52.000 Euro davon hatte die OZ-Aktion „Ein Herz für Ostfriesland“ erbracht. Dass dieses Geld nun nur zur Hälfte direkt an private Tornadoopfer ausbezahlt, soll kein Problem sein. Die verbleibenden rund 42.000 Euro gehen nun in einen gemeindlichen Topf. Davon finanziert die Gemeinde beispielsweise Baumpflanzungen und Schäden an öffentlichen Einrichtungen. Obwohl die Gebäudeschäden an Schule, Kindergarten und Spielgeräten versichert waren, hat das Rathaus über 100.000 Euro weitere Schäden ermittelt. Damit kommen auch die 42.000 Euro, die nicht an Privatleute ausgezahlt werden, den Berumerfehnern direkt zugute.

In der Kommission saßen neben Bürgermeister Fredy Fischer, Sebastian Meins und Ralf Ulferts auch noch der Gemeindebrandmeister Thomas Rohdemann, der Großheider Dieter Fischer und Joachim Braun, OZ-Chefredakteur, als beratendes Mitglied.