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Geflügelpest: 6000 Puten in Westerstede getötet

| 17.01.2022 14:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Westerstede im Kreis Ammerland wurde die Geflügelpest festgestellt. Foto: Landkreis Ammerland
In Westerstede im Kreis Ammerland wurde die Geflügelpest festgestellt. Foto: Landkreis Ammerland
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In einem Putenmastbetrieb in Westerstede ist die Geflügelpest ausgebrochen. Die etwa 6000 Tiere wurden getötet. Schutz- und Überwachungszonen sind eingerichtet.

Westerstede - In einem Putenmastbetrieb in der Stadt Westerstede (Landkreis Ammerland) ist die hochansteckende Geflügelpest ausgebrochen. Der Ausbruch wurde am Sonnabend, 15. Januar, amtlich nachgewiesen. Das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte das Untersuchungsergebnis des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) Wie der Landkreis Ammerland mitteilte, wurden die rund 6000 Puten bereits am gleichen Tag getötet. „Um den Betrieb mit dem positiven Virusnachweis wird eine Schutzzone von mindestens drei Kilometern und eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern eingerichtet“, wird der Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Jens Holthusen, zitiert. In der Schutzzone befinden sich 62 Betriebe mit Geflügelhaltung, dort werden insgesamt etwa 62.500 Tiere gehalten. In der Überwachungszone auf dem Gebiet des Landkreises Ammerland befinden sich 509 Geflügelhaltungen mit etwa 476.000 Tieren. Diese Zone führt bis an die Kreisgrenze Leer heran.

Der Landkreis Ammerland erlässt ab Dienstag, 18. Januar, zum Schutz vor der Ausbreitung der auch als Vogelgrippe bezeichneten Infektionskrankheit eine Allgemeinverfügung. Unter anderem gibt es Beschränkungen für den Transport von Tieren in beiden Zonen. Näheres unter www.ammerland.de/bekanntmachungen. Darüber hinaus betont Holthusen: „Das Aufstallungsgebot für Geflügel bleibt weiterhin für das gesamte Kreisgebiet bestehen. Tierhalter in der Schutzzone und in der Überwachungszone haben dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Vögel anzuzeigen sowie den Aufforderungen entsprechend der Allgemeinverfügung nachzukommen.“

Schon mehrere Betriebe betroffen

Seit Oktober 2021 gibt es wieder vermehrt Funde von mit dem Virus infizierten Wildvögeln in Deutschland. Niedersachsen gehört zu den besonders betroffenen Ländern. So war etwa im Landkreis Cloppenburg am 9. November die Geflügelpest in einem Entenmastbestand ausgebrochen. Am Tag darauf wurden mit der Geflügelpest infizierte Wildvögel in der Stadt Wilhelmshaven und in der Wesermarsch gemeldet. Wiederum einen Tag später kam es im Landkreis Cloppenburg in einem Putenbestand zu einem weiteren Ausbruch der Geflügelpest. Am 12. November wurde der Ausbruch der Geflügelpest in einer Freiland-Legehennen-Haltung Landkreis Aurich festgestellt.

In der Risikoeinschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts vom 26. Oktober .2021 wird das Risiko einer Ausbreitung des Virus HPAIV H5 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland bereits als hoch eingestuft.

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