Polizei
Evakuierung nach Bombendrohung
Ein Gewerbebetrieb in Wilhelmshaven musste am Donnerstag komplett evakuiert werden. Per Mail war dort eine Bombendrohung eingegangen. Die Polizei nahm die Bedrohung sehr ernst.
Wilhelmshaven - Eine Bombendrohung ging am Donnerstagvormittag bei einem Gewerbebetrieb im Norden von Wilhelmshaven ein. Die Warnung war per E-Mail verschickt worden. Die Polizei ging von einer ernstzunehmenden Drohung aus. In der Mail sei von „Explosivmitteln“ die Rede gewesen. Die 150 Beschäftigten der Firma für Computerbedarf wurden laut Polizeimitteilung sofort evakuiert. Sie wurden aufgrund der Witterungsverhältnisse zunächst in drei von der Stadt Wilhelmshaven zur Verfügung gestellten Bussen untergebracht. An die evakuierten Mitarbeiter wurden zudem FFP2-Masken verteilt, „um der pandemiebedingten Lage gerecht zu werden“, so die Polizei.
Neben der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven waren auch Spezialkräfte der Polizei mit Spürhunden aus Osnabrück und Oldenburg im Einsatz. Der Gewerbebetrieb wurde genau durchsucht. Um 15.05 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden – es war keine Bombe oder anderes explosives Material gefunden worden. Die Beamten hatten auf Twitter von einem „größeren Polizeieinsatz“ berichtet und die Gegend um die Firma im Norden der Jadestadt abgesperrt.
Die Ermittlungen – insbesondere zur Identifizierung des bislang unbekannten Verfassers der E-Mail – dauern an. Nach jetzigem Erkenntnisstand besteht laut Polizei der Verdacht einer Straftat zur Störung des öffentlichen Friedens. Dafür droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.