Mobilität
Neue Park- und Fahrradstellplätze für Emder Innenstadt
Um die Erreichbarkeit der Innenstadt zu verbessern, bekommt Emden etliche neue Stellplätze für Autos, Fahr- und Lastenräder. Die Fußgängerzone wird erweitert. Im Mittelpunkt steht ein Provisorium.
Emden - Die Stadt Emden bringt ihre Verkehrs- und Mobilitätswende einen weiteren Schritt voran. Parallel zu den laufenden Experimenten zur Verkehrsführung entlang der Neutorstraße sollen jetzt im Zentrum Dutzende neue Parkplätze entstehen – sowohl für Autofahrer als auch für jene, die mit dem Fahrrad oder Lastenrad unterwegs sind. Die Details stellte Stadtplaner David Malzahn am vergangenen Donnerstag im Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vor.
Was und warum
Darum geht es: Parken in Emden und einen Baustein zur Verkehrs- und Mobilitätswende.
Vor allem interessant für: Nutzer, Besucher und Anlieger des Emder Stadtzentrums
Deshalb berichten wir: In einer Sitzung des Ratsausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt wurden Veränderungen angekündigt, die schnell umgesetzt werden sollen. Den Autor erreichen Sie unter: g.paeschel@zgo.de
Im Mittelpunkt steht eine Fläche neben den Neutor-Arkaden. Der ehemalige Kaufhallen-Parkplatz an der Pottgießerstraße war in den vergangenen zwei Jahren für Bauarbeiten genutzt worden und soll jetzt als Provisorium hergerichtet werden. Ursprünglich war an der Stelle der Bau eines Parkhauses vorgesehen gewesen.
66 ebenerdige PKW-Parkplätze
Doch die Pläne lassen sich bislang wegen fehlender Investorenbegeisterung und damit mangelnder Finanzierung nicht umsetzen. Stattdessen sollen in diesem Frühjahr 66 ebenerdige Stellplätze geschaffen werden – inklusive mehrerer Behindertenparkplätze und einer Ladestation für E-Fahrzeuge. Voraussichtlich im April soll es losgehen. Das Ziel bleibe: „Am Ende soll da ein modernes Parkhaus hin“, so Malzahn.
Die wiederhergestellte Fläche wird als öffentlicher gebührenpflichtiger Parkplatz von der Stadt bewirtschaftet. Da die Stellplätze Teil des städtebaulichen Vertrages mit der Firma List sind, der den Investor verpflichtet, eine Mindestanzahl von Parkmöglichkeiten für die Neutor-Arkaden vorzuhalten, übernimmt List nach Angaben von Malzahn einen Großteil der Kosten. Benötigt wird der Platz unter anderem für den Betrieb des neuen Hotels.
Holprige Vorgeschichte
Während solche finanziellen und vertraglichen Details wegen der holprigen Vorgeschichte vor allem die politischen Entscheidungsträger in Emden interessieren, sind weitere Veränderungen auch für alle anderen bedeutsam: So plant die Stadt, die Ein- und Ausfahrt des Parkplatzes an die Johann-Wessels-Straße zu verlegen. Die Pottgießerstraße, über die die Autos bisher geführt werden, soll „so etwas wie eine Fußgängerzone“ werden, sagte Malzahn.
An der jetzigen Zufahrt zum Parkplatz wird eine Reihe Fahrradbügel aufgestellt, die so angeordnet wird, dass auch Lastenräder befestigt werden können. Die Bügel seien bestellt, hieß es. Sie sollen möglichst bald aufgebaut werden. Etliche weitere solcher Fahrradstellplätze sind vor den Neutor-Arkaden sowohl an der Neutorstraße als auch am Agterum vorgesehen.